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Cloud Computing

Cloud Computing ist die Basis für moderne Geschäftsmodelle und -prozesse

 

Der steigende Vernetzungs- und Digitalisierungsgrad treibt den Einsatz von Cloud-Technologien immer weiter und schafft damit eine große Bandbreite des Einsatzes. Cloud-Pioniere der ersten Stunde bauen teilweise komplette Geschäftsmodelle und Existenzen auf verteilte Ressourcen-Pools auf. Für die schnelle Entwicklung der „Digitalen Wirtschaft“ gibt es viele Indikatoren und Messgrößen, neben dem stetig ansteigenden Marktvolumen.

  

Der gesamte Markt der herkömmlichen Hardware, Software und Services – mit einem Gesamtvolumen von ca. 100 Mrd. Euro - verlagert sich zunehmend in den Service-Bereich, der mit Ausnahme der reinen Dienstleistungen, aktuell noch primär durch Menschen erbracht, immer mehr zum Cloud-Markt wird. In aktuellen Marktmodellen zeichnet sich daher im Service-Bereich zunehmend eine Parallel-Struktur ab, die den Shift in die Cloud abbildet. 2030 wird der Cloud-Markt bereits weit über ein Drittel des gesamten ICT-Marktes ausmachen.

Folgen des Cloud Computing Booms

Die Folgen dieser Entwicklung sind mannigfaltig: Die meisten Geschäftsmodelle müssen sich ändern, einige verfallen und viele neue entstehen. Mit zunehmendem Reifegrad der Cloud und dem Verständnis auf Anbieter- und Anwenderseite zeichnet sich eine bedeutende Änderung in unserem Markt ab. Die voranschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche auf der Seite der Endkonsumenten zwingt Unternehmen dazu, ihre Geschäftsprozesse sukzessive umzustellen, um näher an Ihre Kunden zu rücken (Service & Support) und vor allem zeitgemäße Liefermodelle für Ihr Produkt bzw. den Service garantieren zu können.

Wichtige Trends im Kontext Cloud Computing - als Basis für das Internet der Dinge - sind die Sicherstellung der Elastizität und die erhöhte Modularität auf Basis notwendiger Standardisierung und „Containerisierung“. Dies ist immer häufiger die Eintrittskarte in digitale bzw. Cloud-basierte Ökosysteme bzw. Plattformen, die zwar boomen, sich aber zugleich auch konsolidieren. Dabei wird Open Source immer häufiger der kleinste gemeinsame Nenner bzw. die Basis offener Architekturen, die sich mittels Multi-Cloud-Orchestration Suites zu Plattformen und Ökosystemen weiterentwickeln sowie auf Basis von APIs kontaktiert und letztlich effizient bzw. mittels Code gesteuert werden.

Cloud Marktmodelle

Der Reifegrad von Public- und zunehmend auch Hybrid-Cloud-Betriebsmodellen ist bis auf wenige Ausnahmen als geschäftstauglich einzustufen und somit auch für sehr kritische und anspruchsvolle IT-Services geeignet. Die Vorteile von Public- und Private-Cloud vereinend, etabliert sich der Mischbetrieb in Form einer Hybrid Cloud als präferierter Sourcing-Weg für Unternehmen, die geschäftskritische Prozesse und Services analysiert haben und anhand einer speziellen Heat Map Services nach Datenaufkommen, Performance/Uptime bzw. Latency und Privacy/Compliance bewerten können, um auch sogenannte Burst-out-Szenarien innerhalb der IT- bzw. Geschäftsstrategie abbilden zu können. IT ist immer häufiger Produktionsfaktor und Enabler zukunftsweisender Geschäftsmodelle.

 

 

Anwenderunternehmen greifen inzwischen selektiv und auch mit Hilfe von Managed Service Providern auf self-service-geprägte und kostengünstige Public-Cloud-Angebote zurück. Aufgrund verschiedener Sicherheitsvorkommnisse und steigendem technologischen Reifegrad spielen nun auch Enterprise-Public-Cloud-Angebote mit entsprechenden Absicherungsmechanismen oder Managed-Service-Anteilen sowie individuellen SLAs eine immer größer werdende Rolle. Die Sourcing-Evaluation ist mehr und mehr von Flexibilität, Kosten, Kompatibilität und Sicherheit geprägt. Dedizierte Systeme werden zwar noch in Einzelfällen (Compliance und Performance) gebraucht, sind jedoch immer seltener von Bedeutung. Dieses Geschäftsmodell ist einfach für den Großteil der Workloads zu teuer und unflexibel. Die von Hand gemanagte bzw. zunehmend auch automatisiert gesteuerte „Managed Virtual Private Cloud“ (Enterprise Public Cloud) wird dagegen viel häufiger nachgefragt und speziell durch lokale Anbieter angeboten.

Auf der Anbieter-Seite formieren bzw. transformieren sich neben den Public Cloud Anbietern speziell traditionelle Hosting-Dienstleister und agieren als Bindeglied zwischen den Private- und Public-Cloud-Welten. Viele Anbieter gehen auch dazu über eigene Infrastruktur-Ressourcen zurückzufahren und zunehmend auf Kooperationen mit Public Cloud Providern zu setzen.

Speziell IT Service Anbieter müssen in diesem Ökosystemwandel verstärkt zwischen „make or buy“ bzw. Aufrechterhaltung eigener Kernkompetenzen abwägen. Aufgrund der zunehmenden Standardisierung müssen Anbieter schnell sein, um in der damit einhergehenden  Konsolidierungswelle ein Geschäftsmodell mit Zukunftspotential zu finden. Für viele Anbieter wird die Zuflucht in höherwertigen Managed Services enden, die sich durch individuelle Verträge und einem hohen Anteil professioneller Beratungs- und Integrationsservices auszeichnen. Auf der anderen Seite nimmt der Reifegrad der vorhandenen Infrastruktur dank Standardisierung und Sourcing-Cockpits bzw. –Dashboards und Infrastruktur-API weiter zu. Diese Entwicklung führt dazu Ressourcen optimaler auslasten zu können, um somit die aus Anbietersicht eigene TCO-Rechnung zu optimieren und Kunden elastische Services im „high volume/ low margin“ Segment anbieten zu können. Auch hierbei ist der Mix entscheidend!

IT Service Management ist nach wie vor relevant

Die Sourcing-Disziplin ist geprägt von dem notwendigerweise vorgelagerten Anforderungsmanagement, das auf dieser Basis Kosten und Nutzen abwägt und je nach Bedarf Ressourcen aus Public- oder Private- (Managed) Modellen oder beiden empfiehlt. Unterstützt wird der Trend zur Hybrid Cloud durch die nötige technologische Reife der Cloud Stacks, die nicht nur auf Anwenderseite die IT-Landschaft verändern und ein neues Verständnis für IT hervorrufen, sondern auf Anbieterseite auch das Geschäftsfeld der Cloud-Broker und Enabler entstehen lassen.