Experts On Demand

AUF EINEN BLICK

  • SAP SCM/APO-Implementierung
  • Rollout für bis zu 300 User (SCM), 13.000 User (R3), 6.000 Concurrent User (R3)
  • Linux anstatt eines proprietären Serversystems
  • Dadurch Verringerung der Anbieterabhängigkeit
  • Bessere Geschäftsunterstützung durch eine durchgehende Transparenz des SCM-Prozesses
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Hilti AG

Die Hilti-Gruppe ist ein weltweit führendes Unternehmen auf den Gebieten Bohr- und Abbautechnik, Direktbefestigung, Diamanttechnik, Dübeltechnik, Brandschutz- und Schaumsysteme, Installationstechnik, Messtechnik, Schraubtechnik sowie Trenn- und Schleiftechnik.

Hilti ist in über 120 Ländern präsent. Zwei Drittel der annährend 20.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind in den Verkaufsorganisationen, im Engineering und im Kundendienst für professionelle Kunden der Baubranche sowie in der Gebäudeinstandhaltung tätig.

Hilti betreibt eigene Produktionswerke sowie Forschungs- und Entwicklungszentren in Europa und Asien.

Der Hauptsitz des Konzerns befindet sich in Schaan im Fürstentum Liechtenstein.

SCM/APO-Einführung

Als im Jahr 2005 seitens Hilti die Entscheidung zur Einführung von SAP APO in die Marktorganisationen getroffen wurde, bedeutete dies gleichzeitig grosse Veränderungen hinsichtlich der bestehenden Systemlandschaft. Ziel der APO-Einführung war es, ein globales produktions- und vertriebsübergreifendes Supply Chain Management inklusive Central Warehouses zu realisieren. Dazu sollten die Produktionsstandorte und Marktorganisationen – die bis dahin separat aufgestellt waren – auf einer gemeinsamen Systemlandschaft integriert werden. Allerdings stand von vornherein fest, dass dies auf Basis der bestehenden True64-Serverlandschaft von HP nicht zu realisieren war, da die Dimensionierung des Systems – das bis dahin ausschließlich auf die Produktionsstandorte ausgerichtet war – eine Integration der Marktorganisationen nicht zuließ. Es stellte sich die Frage nach einer geeigneten zukünftigen Serverlandschaft.

Neuausrichtung der Serverplattform

Die von Hilti mit einer neuen Serverlandschaft verbundenen Zielsetzungen waren:

  • Vermeidung separierter Serverwelten durch Konsolidierung der HW-Technologie im Enterprise Systems und Office Automation Bereich.
  • Erhöhung der Flexibilität in Bezug auf die Wiederverwendbarkeit bzw. Austauschbarkeit der eingesetzten Systemhardware
  • Gewährleistung einer dauerhaft hohen Leistungsfähigkeit der Systeme bei gleichzeitig geringeren Systemkosten

Der Auswahlprozess

Der Auswahl- und Entscheidungsprozess bezüglich der zukünftigen Serversysteme wurde vollkommen ergebnisoffen gestaltet. Im Fokus standen verschiedene Anbieter, von denen im Rahmen des Auswahlprozesses Vorschläge zur Ausgestaltung des zukünftiges Serversystems erwartet wurden. Der  Entscheidungsprozess verlief dabei strukturiert anhand eines definierten, den Anbietern vorgegebenen Anforderungskatalogs. Kriterien waren u.a. die Definition der SAPS, die Storage-Auslegung sowie das LiveCache Sizing.

Entscheidung für Linux

Nach einem mehrmonatigen Auswahlprozess fiel die Entscheidung zugunsten von Linux auf x86-Technologie-Basis. Ausschlaggebend war vor allem das gute Preis-/Leistungs-Verhältnis bei gleichzeitig hoher Systemperformance. Die Entscheidung wurde durch das Hilti IT-Board – bestehend aus Vertretern des Hilti Process Competence Centers sowie der IT Infrastructure getroffen. Von grosser Bedeutung war aber auch die Zusicherung von SAP bezüglich der notwendigen Einführungsunterstützung, der Richtigkeit der bisherigen Kostenabschätzung für die Implementierung sowie der zu erwartenden Systemflexibilität.

Implementierung / Umsetzung

Die Implementierungsphase des neuen Linux Serversystems verlief von März bis Oktober 2006 planmäßig und nahm insgesamt acht Monate in Anspruch. Zuvor wurden gemeinsam mit SAP das Sizing des Systems sowie umfassende Systemtests auf Basis eines Crash & Burn-Systems mit 20% des bestehenden APO-Datenvolumens vorgenommen. Für den Incident-Fall war ein Vollbackup auf dem alten proprietären System (True64-System) verfügbar. Ein temporärer Parallelbetrieb von Alt- und Neusystem war jedoch nicht vorgesehen.

Eine gewisse Problematik lag im Workload Management bei der Datenmigration von den alten auf die neuen Systeme, da das vorliegende Datenvolumen für SCM/APO äusserst umfangreich war. Auch das Clustering der Serversysteme stellte die Umsetzungsmannschaft von Hilti teilweise vor Herausforderungen.

Rückblickend erwies sich vor allem die ausführliche Feasibility-Planung als sehr hilfreich. Für die Erstellung einer  Machbarkeitsstudie sowie die Planung des Sizings, der Performance und der Funktionalitäten wurden zwei Monate investiert. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf einer akkuraten Migrationsplanung, die für den reibungslosen Systemübergang sorgte.

Hervorzuheben seitens Hilti ist, dass

  • der Support durch SAP im Rahmen der Linux-Einführung sehr gut war.
  • sich das neue Linux System im Live-Betrieb als sehr stabil erweist und auch bisherige Bedenkenträger überzeugt.
  • sich das zuvor prognostizierte Preis-/Leistungs-Verhältnis sowie die Performance des Linux-Systems voll bestätigt haben.

Der Personalaufwand im Rahmen der Projektdurchführung lag bei 15 internen Vollzeitmitarbeitern und einem externen Berater. Gegenwärtig sind 45 Organisationen (Produktionswerke, Headquarter, Marktorganisationen) in das neue Linux-System integriert. Bis Ende des Jahres 2008 plant Hilti die Einbindung von 50 Organisationen in die neue Systemlandschaft.

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„Experton Group hat uns bestens bei dieser Entscheidung unterstützt. Die anderen Lieferanten wollten uns auf den teuren proprietären Systemen halten. Wir sind jetzt schneller, besser und zukunftsfähiger geworden. “
Dr. Martin Petry, CIO Hilti