Gehobener Mittelstand 2012 mit deutlich zunehmender IT-Ausgabenneigung

Frank Heuer

Nachdem wir vergangene Woche im Newsletter Nr. 19/2012 die Bedeutung der Großunternehmen mit mindestens 1.000 Beschäftigten für den deutschen ICT-Markt analysiert haben, wollen wir heute den gehobenen Mittelstand mit 500 bis 999 Mitarbeitern beleuchten. Auch diese ca. viertausend ...

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Mit ungewöhnlichen Ideen und Maßnahmen Vorteile für das Unternehmen erzielen – Teil 2

Axel Oppermann

Bereits in unserem Newsletter Nr. 19/2012 haben wir die Diskussion über ungewöhnliche Ideen und Maßnahmen zur Erzielung von Vorteilen gestartet. In der heutigen Ausgabe folgen einige Ergänzungen.

Oftmals ist ein bestimmter Sachverhalt oder eine Perspektive der Ausgangspunkt...

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Browser-Marktanteile: Der Einfluss von Cloud Computing auf die Browserauswahl

Dr. Carlo Velten, Steve Janata

 

Bei der Frage, wie sich die Marktanteile der verschiedenen Internetbrowser zukünftig entwickeln werden, spielt das Thema Cloud Computing eine zentrale Rolle.

So wirkt sich Cloud Computing einerseits als Katalysator aus und sorgt über eine verstärkte Nutzung von...

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Studie im Themenfeld Cloud-/File-Sharing- und File-Synchronisierungs-Lösungen sowie individuelle Nutzungsvereinbarungen

Axel Oppermann

In unterschiedlichen Studienprojekten beschäftigt sich die Experton Group gegenwärtig mit dem Thema Sharing- und File-Synchronisierungs-Lösungen – bzw. Netzwerk-Dateisysteme für die Synchronisierung von Dateien (über die Cloud). In diesem Zusammenhang betrachten wir auch die...

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Das Zettabyte-Zeitalter

Dr. Carlo Velten

Die digitale Datenflut steigt rasant an. Immer größere Dimensionen sind erforderlich, um sie zu beschreiben.

Sehen Sie diese Woche in dem aktuellen Video des Experton-YouTube-Kanals:

• Was man sich unter dem „Zettabyte“ vorstellen kann und welche...

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Mobile Device-Management-Strategie und -Architektur – Erfahrungen aus Anwender-Projekten

Wolfgang Schwab

In den vergangenen neun Monaten hat die Experton Group über 15 Anwenderprojekte und -Workshops mit dem Ziel durchgeführt, eine optimale Mobile-Device-Strategie für das jeweilige Unternehmen zu finden. Dabei hat sich folgendes Vorgehen als optimal erwiesen:

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Mit ungewöhnlichen Ideen und Maßnahmen Vorteile für das Unternehmen erzielen

Axel Oppermann

Es ist weitgehend bekannt, dass der Führungsstil, die Unternehmenskultur und die Kompetenzen Erfolgsfaktoren für ein Unternehmen sind. Was jedoch oftmals unterschätzt wird, ist die Differenzierung der eigenen Einstellungen und Handlungen gegenüber dem Wettbewerb. Dieser ...

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Experts On Demand

Cloud Vendor Benchmark 2012

Mit der dritten Auflage des Anbietervergleichs „Cloud Vendor Benchmark 2012“ wird die Experton Group auch in diesem Jahr CIOs und IT-Managern konkrete Unterstützung bei der Evaluierung und Auswahl der für ihr Unternehmen geeigneten Cloud-Vendoren bieten.  [mehr]

Dell, Dell und noch mehr Dell

Andreas Zilch

reas ZilchDell setzt seine Akquisitions-Orgie fort: Der Hersteller hat nun den Migrations-Spezialisten Clerity Solutions Inc. sowie Make Technologies Inc., einen Hersteller von Software für die Modernisierung von Applikationen, aufgekauft. Im Laufe des letzten Monats kamen zudem SonicWALL Inc., ein Anbieter von Lösungen für die Netzwerksicherheit und den Datenschutz, sowie Wyse Technology Inc., ein Hersteller von Thin Client Lösungen, hinzu.

•  Dell hat laut eigenen Angaben die Firma Clerity aufgekauft, einen der führenden Anbieter von Lösungen und Dienstleistungen im Bereich Applikationsmodernisierung und Rehosting. Damit soll die Dell Services Geschäftssparte Kunden besser helfen können, ihre geschäftskritischen Applikationen und Daten kostengünstiger von Altsystemen auf moderne Architekturen, u.a. auch Cloud-Architekturen, überzuführen.

•  Die zweite Akquisition von Dell in derselben Woche war Make Technologies, ein Hersteller von Tools für die Modernisierung von Mainframe- und Midrange-Applikationen. Mit dieser Akquisition hat Dell ein Tool an der Hand, mit dem die Struktur von Mainframe- und Midrange-Applikationen, die meistens in COBOL oder RPG geschrieben sind, untersucht werden kann.

•  Im März kaufte Dell die Firma SonicWALL auf, einen nicht börsennotierten Anbieter von Datensicherheitslösungen im Unternehmensumfeld. Der Kaufpreis wurde nicht bekanntgegeben, doch laut Berichten der New York Times zahlte Dell etwa 1,25 Milliarden USD, inklusive Schuldenübernahmen von SonicWALL. Damit ist Dell nun im Besitz von hochwertigen Services für die Absicherung von Netzwerken; dazu zählen u.a. Netzwerk-Firewalls der nächsten Generation, E-Mail Schutz, Backup und Recovery Lösungen sowie Services im Bereich Policy, Management und Reporting.

Nach Meinung der Experton Group bemüht sich Dell auf aggressive Weise, sich in einen Full-Service Anbieter von IT-Produkten und Services für Unternehmenskunden zu verwandeln; diese Bemühungen dürften auch tatsächlich von Erfolg gekrönt sein. Dell hat eingesehen, dass mit dem PC-Geschäft für Privatanwender in Zukunft nicht die erforderlichen Wachstumsraten erzielt werden können, nachdem inzwischen Apple mit seinen Smartphone- und Tablet-Produkten und Services den Markt beherrscht. Die Unternehmensleitung hat erkannt, wie erfolgreich die Data Center Solutions Sparte ist: Sie hat sich zu einem Geschäft mit Umsätzen im 1 Milliarde USD Bereich gemausert und ist inzwischen der größte Anbieter von dichte-optimierten Servern.

IT-Entscheider, die in Dell einen strategischen Partner sehen, sollten sich mit der Dell-Geschäftsleitung zusammensetzen und sich deren Strategie und Roadmap erklären lassen. So wird sichergestellt, dass die  Marschrichtung und der Zeitplan von Dell mit den jeweiligen Unternehmenszielen und -anforderungen vereinbar sind. Wer mit Dell als Lieferant, aber nicht als strategischem Partner zusammenarbeitet, sollte Dell weiterhin mit in die engere Auswahl nehmen; damit wird dafür gesorgt, dass das betreffende Anwenderunternehmen von seinen Full-Service Partnern, für die Dell einen Konkurrenten darstellt, die bestmöglichen Deals herausholen kann.

Cloud Computing und Datenintegration: Trends, auf die es zu achten gilt

Dr. Carlo Velten

Dr. Carlo VeltenWie die eWeek kürzlich berichtet hat, dürften sich die folgenden Trends im Bereich Cloud Computing und Datenintegration auf die Nutzung des Cloud Computings auswirken.

•  Enterprise Application Integration & Integration Platform as a Service – Im Bereich Applikationsintegration kommt vieles in Bewegung; nicht nur einige wenige Anbieter will einfachere Lösungen anbieten, sondern viele Anbieter kümmern sich jetzt um diesen Thema. Durch die Standardisierung der Cloud Applikations-Schnittstellen auch über APIs hinaus wird die Nutzung von Cloud Services entsprechend vorangetrieben. Es herrscht Einigkeit darüber, dass neue Marktteilnehmer, die ihre Applikationen auf den Markt bringen und sich entsprechend durchsetzen wollen, Schnittstellen zu viel genutzten Social Media Tools wie Facebook, Twitter & Co. bereitstellen müssen.

•  B2C sorgt für mehr Agilität im Bereich B2B – Der Privatkundenmarkt treibt vieles voran, was im Unternehmensumfeld dann weiter entwickelt wird und zum Einsatz kommt. Oder anders ausgedrückt: Der Verbraucher ist die treibende Kraft im Cloud Computing Markt.

•  Data as a Service – Manche Hersteller und Dienstleister haben inzwischen erkannt, dass mit zunehmender Verfügbarkeit von Informationen aus unterschiedlichsten Quellen auch entsprechende Datenmanagement-Lösungen erforderlich sind, u.a. in den Bereichen Datenfilterung, Datenpflege etc. siehe z.B. iFlow.com.

•  Stammdatenverwaltung – Aufbauend auf Data as a Service, werden in nächster Zeit auch Lösungen für die Datenverwaltung und die Integration mit vorhandenen Unternehmensdaten erheblich weiterentwickelt und ausgebaut werden.

•  Data Governance/Sicherheit – Mit der zunehmenden Verbreitung von Verbraucherdaten und dem Angebot von Management- und Integrations-Services von Seiten der Dienstleister gewinnt der eh schon wichtige Schutz persönlicher Daten noch mehr an Bedeutung.

•  Business Process Modeling & Activity Monitoring – Im Zuge der zunehmenden Reife des Cloud Computings und der Nutzung von Cloud Sourcing im Unternehmensumfeld werden auch kompliziertere Aufgaben wie Prozessmodellierung und Business Activity Monitoring in die Cloud verlagert.

•  Cloud Service Brokerage – Angesichts der Verfügbarkeit von unterschiedlichsten Cloud Services und der Entwicklung von Integrationsplattformen für Cloud Services entsteht logischerweise auch ein Bedarf an fachkundigen Dienstleistern, die Vermittlungsdienstleistungen und Serviceintegrationsleistungen anbieten.

Von den oben genannten Trends basiert vieles auf der traditionellen Geschäftsentwicklung. Geht man einen Schritt weiter, kann man davon ausgehen, dass es zu sehr viel (mehr) Fusions- und Akquisitionsaktivitäten im Servicegeschäft kommt – neue Marktführer mit einem großen Angebot an Cloud Services werden sich im Markt tummeln und die Position der traditionellen Dienstleister wie Amazon, SalesForce etc. bedrohen. IT-Entscheider sollten sich über die Entwicklungen im Markt auf dem neuesten Stand halten, bevor sie entsprechend umfassende Investitionsentscheidungen treffen und Verpflichtungen eingehen.

Storage: 12 Möglichkeiten der Kostendämmung

Luis Praxmarer

Luis PraxmarerNach Meinung der Experton Group werden die Speichersysteme in Unternehmen schon viel zu lange nur schlecht bzw. ungenügend optimiert; Anwender sollten endlich Schritte unternehmen, um von den unterschiedlichsten Optimierungsmöglichkeiten profitieren und damit die Kosten für die Speicherhaltung senken zu können, und zwar um bis zu 50 Prozent, und das bei gleichzeitiger Verdoppelung der Speicherkapazitäten. Einen Großteil dieser Speichererweiterungen können IT-Verantwortliche aus eigener Kraft finanzieren, das heißt, sie haben sich in weniger als zwölf Monaten amortisiert. Es gilt, eine Kosten-/Nutzen-Analyse durchzuführen und so zu herauszufinden, ob und an welchen Stellen neue Speicher-Methoden implementiert werden sollten; darauf aufbauend können dann die geeigneten Ansätze im Rahmen der einzelnen Speichererweiterungs-/Refresh-Initiativen zum Einsatz kommen.

Die 12 folgenden Ansätze können die für die Datenspeicherung anfallenden Kosten senken:

1. Besseres Content Management. Auch wenn sich die Situation nach und nach verbessert, werden doch in den meisten Unternehmen immer noch 60 Prozent des vorhandenen Speicherplatzes entweder gar nicht oder schlecht genutzt. Und es ist auch kein Wunder, dass falsch genutzter, verwaister oder überbeanspruchter Speicherplatz – der immerhin 30 Prozent des Gesamtspeicherplatzes ausmacht – gar nicht erst entdeckt bzw. gefunden wird.

2. Kompression. Es gibt mehrere Kompressions-Technologien, die teilweise zu Datenverlusten führen, was die Datenintegrität in Frage stellen kann. Daten und Aufzeichnungen, die aufgrund von gesetzlichen Vorschriften aufbewahrt werden müssen, sollten ausschließlich mit Hilfe von verlustfreien Techniken komprimiert werden; dazu zählen unter anderem ZIP-Dateien ebenso wie PNG und GIF Images.

3. Clouds und Pools. In manchen Umgebungen kann mit Hilfe von Cloud Storage der vor Ort erforderliche Speicherbedarf reduziert werden. Insbesondere sinnvoll ist das für Entwicklungs- und Test-Systeme sowie für Backups. Beim Einsatz von Storage-Pools kann Speicherkapazität zudem von mehreren Anwendungen gemeinsam genutzt werden.

4. Deduplizierung. Durch Deduplizierung lassen sich redundante Daten vermeiden; und bei entsprechender Nutzung in Bereichen, wo Deduplizierung erfolgversprechend angewandt werden kann, lassen sich Einsparungen im Verhältnis bis zu 22:1 erzielen. Es gibt vier verschiedene Deduplizierungs-Methoden: Inline, Post-Process, Quell- und Ziel-Deduplizierung.

5. Golden Records. Der Wechsel zu verteilten Computing-Umgebungen, bei dem eine Shared-Nothing Storage-Architektur zum Einsatz kommt, führte dazu, dass in Unternehmen mehrere Datenbank-Kopien erstellt werden; von häufig genutzten Datenbanken existieren unter Umständen sieben bis 50 Kopien.

6. Leasing/Kürzere Refresh-Zyklen. Die Speichertechnologie ändert sich rasant. In den letzten fünf Jahren hat sich die Dichte um das Zweieinhalbfache verbessert, und der Strombedarf konnte um über 90 Prozent gesenkt werden. Kürzere Refresh-Zyklen bergen deshalb in vieler Hinsicht Kostensenkungspotenziale.

7. Mainframe als Datenbank-Server. Anders als die verteilte Shared-Nothing Storage-Architektur setzen Mainframe-Server auf einer gemeinsam genutzten (Shared) Storage-Architektur auf. Damit müssen Unternehmen von jeder Datenbank nur eine einzige Kopie vorhalten, was den Kapazitätsbedarfs insgesamt um bis zu 80 Prozent senken kann.

8. Neue Storage Management Lösungen. Bei herkömmlichen Speicherplattformen stehen keine hochentwickelten, modernen Storage Management Tools zur Verfügung, und das heißt: Mit zunehmender Speicherkapazität steigt proportional auch die Zahl der Administratoren an. Die neueren Plattformen bieten automatische Management-Fähigkeiten, wodurch dieses Verhältnis verbessert wird.

9. Snapshots. Mit Hilfe von Snapshot-Kopien für die Datensicherung, den Datenschutz und das Testen lässt sich der Bedarf an Speicherkapazität insgesamt um bis zu 80 Prozent reduzieren. Das kann insbesondere beim Testen mit Live-Daten sehr nützlich sein, da nicht mehrere Datenbanken in Produktivgröße für Testzwecke erstellt werden müssen.

10. Tape. Die meisten Daten werden innerhalb von 30 bis 90 Tagen nach Erstellung abgerufen. Mit zunehmendem Alter der Daten sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie erneut abgefragt werden. Die mit Speicherbändern verbundenen Kosten betragen weniger als ein Zehntel der Kosten für die Plattenspeicherung (ca. 0,02 USD/GB) und verbrauchen nicht einmal ein Hundertstel an Energiekosten für Stromversorgung und Kühlung.

11. Thin Provisioning. Thin Provisioning über gemeinsam genutzte Speicher-Pools ermöglicht das schrittweise Aufstocken von Speicherkapazitäten durch die Zuweisung von Datenblöcken nach Bedarf (on Demand). Dadurch wird kaum mehr Speicherplatz ungenutzt gelassen, was bei herkömmlichen Methoden der Speicherzuweisung oft der Fall ist.

12. Tiering und SSD. Einige Storage-Plattformen bieten automatisches Storage-Tiering an. Als Faustregel gilt eine Preisdifferenz zwischen den Tiers von 2:1, was durch den Einsatz von Flash oder Solid State Drives (SSDs) weiter erhöht werden kann. Storage Tiering mit mindestens drei Storage-Tiers kann die Speicherkosten erheblich senken.

Zusammenfassung: Jede einzelne der hier vorgestellten Alternativen kann die Storage-Kosten drastisch reduzieren. Manche Unternehmen konnten ihre Kosten um die Hälfe senken und gleichzeitig ihre Speicherkapazitäten auf das Doppelte ausbauen. Es sollte für IT-Verantwortliche also möglich sein, die zukünftigen Kapazitätsanforderungen durch eine effizientere Auslastung der vorhandenen Speichermöglichkeiten für mehr als ein Jahr aus eigener Kraft zu finanzieren. Angesichts des derzeitigen Kostendrucks ist eine effizientere Gestaltung und Auslastung der Speicherlösungen eine Möglichkeit der Ressourcenoptimierung.

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SAP will mit seinen mobilen Assets Oracle schlaflose Nächte bereiten

Caroline Gabriel

Caroline GabrielSeit zehn Jahren hat sich der Markt für mobile Unternehmens-Applikationen ständig weiterentwickelt. Die Akquisition von Sybase war für SAP in diesem Bereich ein bahnbrechender Schritt; jetzt hat der Software-Riese aus Deutschland gezeigt, welche umfassendere Strategie es mit den Stärken seiner Mobil-Sparte verfolgt, und eine weitere Firma aufgekauft: Syclo, einen Anbieter von mobilen Apps. Außerdem ging SAP Partnerschaften ein, um ein breit gefächertes Entwicklungs-Framework aufzubauen, und plant, das gesamte Portfolio mit mobilen Fähigkeiten auszustatten. Das gilt auch für den Bereich Datenbanken, wo SAP als David gegen den Riesen Goliath antritt. Immer mehr Großunternehmen wagen inzwischen den Schritt in die Cloud und öffnen sich mehr und mehr BYOD-Programmen (Bring Your Own Device); das sorgt für Veränderungen, und der Markt nimmt zunehmend an Schwung auf. Für die großen Softwareanbieter wie SAP, Oracle und IBM wird das kommende Jahr zu einem zukunftsentscheidenden Jahr der Wende.

In seiner letzten Telekonferenz zur Bekanntgabe der Ertragszahlen sagte Oracle-Chef Larry Ellison, der deutsche Rivale SAP „müsse ja wohl unter Drogen stehen“, wenn er meine, er könnte im Datenbankumfeld gegen Oracle antreten. SAP hat kürzlich seine neue Roadmap vorgestellt und mit seiner HANA Plattform seine Aktivitäten in diesem Segment sicherlich verstärkt. Doch die wahre Bedrohung für Oracle besteht darin, dass SAP sich mit dem Mobile Enterprise Sektor besser auskennt, der nach jahrelanger kontinuierlicher und schrittweiser Entwicklung nun an einem Wendepunkt steht – und dafür sind vor allem zwei Trends ausschlaggebend: BYOD, das Schluss macht mit den alten Normen und Vorgaben des mobilen Managements und der mobilen Applikationen, und der sich immer schneller vollziehende Umstieg auf cloud-basierte Unternehmens-Apps, auf die mit allen möglichen Geräten zugegriffen werden kann.

Diese Trends hängen miteinander zusammen, und alle großen Anbieter von Unternehmens-Applikationen wollen sich in diesem Bereich positionieren; doch SAP hat mit dem Aufkauf von Sybase vor zwei Jahren bereits sehr früh einen entscheidenden Schritt getan. Sybase hat für SAP durchaus Werte eingebracht, die SAP auch im schweren Kampf im Datenbanksektor unter die Arme greifen; doch vor allem hat sich der langjährige Oracle-Konkurrent Sybase im Markt für mobile Unternehmens-Apps bereits früh einen Platz gesichert, und SAP hat von Anfang an auf dieser Basis aufgebaut. Sybase hat sich im letzten Jahrzehnt mit dem Aufkauf von iAnywhere bereits sehr früh Zugang zu diesem Markt verschafft; das Produkt hat 2003 kurzzeitig sogar RIM von der Spitzenposition im Bereich des mobilen Email-Zugangs für Geschäftskunden verdrängt. 2004 hat iAnywhere seine Strategie des „Unwired Enterprise“, also des „kabellosen Unternehmens” vorgestellt und konnte sich auch mit seiner mobilen Datenbank mit ihrem extrem kleinen Footprint kontinuierlich eine starke Position sichern.

Jetzt plant SAP, den Markennamen Sybase demnächst aufzugeben und unter dem „Unwired“ Label das gesamte Angebot mit Mobilitätsfähigkeiten auszustatten. Nun wurde die nächste Phase des Mobilitätsschubs für Unternehmenskunden vorgestellt, und zwar im ersten Schritt mit einer weiteren Akquisition – von Syclo, dem Spitzenreiter im Segment Mobile Asset Management, der auch in anderen Segmenten wie beispielsweise Vertriebssteuerung (Außendienst), Inventarisierung und Workflow stark positioniert ist.

Top 10 Einsparmöglichkeiten für das Jahr 2012

Luis Praxmarer

Luis PraxmarerNach Meinung der Experton Group können im Jahr 2012 mit entsprechenden Initiativen nach wie vor Kostensenkungen generiert werden, und zwar sowohl bei den Investitionen als auch bei den Betriebskosten; insgesamt lässt sich damit unter Umständen das Gesamtbudget für den IT-Betrieb um über 40 Prozent senken. Geld kann einerseits im Zuge eines technologischen Wechsels, aber auch durch Veränderungen bei Prozessen und Management eingespart werden. Auch ein besser abgestimmter Personalbestand birgt Kostensenkungspotenziale, u.a. durch Outsourcing. Es gilt, diese Initiativen auf den Prüfstand zu stellen und sich für diejenigen einzusetzen, die auch das Management überzeugen und die besten Ergebnisse erzielen könnten.

Business-Imperative

  • Der Kampf um neue IT-Kräfte wird immer heftiger, denn in wichtigen Bereichen fehlt es zunehmend an qualifiziertem Personal. IT-Verantwortliche stehen damit unter Druck, einen Plan auf- und auch umzusetzen, der die personelle Vielfalt sicherstellt; dazu gehören unter anderem die Einstellung neuer Mitarbeiter, Strategien zur Mitarbeiterbindung und Weiterbildung sowie Nachfolge- und Zeitarbeits-Lösungen, aber auch Outsourcing. Damit ein solcher Diversitätsplan die Gesamtpersonalausgaben auch wirklich senken kann, müssen die Qualifikationsanforderungen mit den geforderten Einsatzbedarfen entsprechend abgestimmt werden.
  • Prozessverbesserungen sind für die IT-Abteilung am lohnendsten. Immer noch wird dort nämlich Geld in Bereichen ausgegeben, die letztendlich nicht die gewünschten Ergebnisse zeitigen. Einsparungen lassen sich in Projekten erzielen, die keinen Mehrwert bieten, aber auch im Bereich IT-Finanzmanagement oder in nicht optimierten Beschaffungsprozessen. Diese Punkte gilt es auf den Prüfstand zu stellen und schnell zu generierende Einsparungen noch in die Budgetplanung für 2012 mit hineinzunehmen.
  • Die meisten IT-Verantwortlichen kennen sich zwar mit technologie-seitigen Einsparungen aus, aber erstaunlicherweise werden die entsprechenden Projekte nicht wirklich dynamisch durchgezogen. Manche dieser Technologie-Initiativen sind eher langfristig angelegt, es gibt aber durchaus auch ein paar „Quick Hits“ zu erzielen, die entsprechend angegangen werden können; damit können bereits im Budgetzyklus 2012 Gelder eingespart werden. Die Experton Group empfiehlt, die ganze Bandbreite an technologischen Einsparoptionen erneut einer Evaluierung zu unterziehen und herauszufinden, welche bereits im Fiskaljahr 2012 halbwegs ordentliche Einsparungen bei den Betriebskosten ermöglichen würden.

Top 10 Chancen für die Ressourcen-Optimierung

Zu optimierender Bereich

Einsparpotenzial

1. Automatisierung / Konsolidierung / Virtualisierung

<75%

2. Clouds – Public / Private / Hybrid / Community

20-35%

3. Soziale Medien / Collaboration / UCS / Networking 

>25%

4. Asset Management

20-25%

5. VMO / Strategische Beschaffung

>20% Einsparungen beim Wareneinkauf,
inkl. Prozesseinsparungen

6. Business Alignment und Prozesseffizienz

>10% des Entwicklungs- und
operativen Budgets

7. Storage / Informationsmanagement Best Practices

40-75%

8. Nachhaltigkeit

10%

9. Nicht-IT Infrastrukturkosten

<80%

10. Management Best Practices

20-35%

Quelle: Experton Group

Fazit: Nach Meinung der Experton Group ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt dafür zu überprüfen, wie es in der IT-Abteilung um die Einteilung und Diversität des Personals bestellt ist, ebenso gilt es, Pläne für Prozessverbesserungen und Initiativen im Bereich Rechenzentrumsbetrieb zu überdenken und entsprechend anzupassen, um noch mehr Kosten einsparen zu können. Dabei ist bei einigen Punkten bereichsübergreifendes Vorgehen gefragt und Kreativität und Pionierdenken gefordert; es gilt zudem, die Unterstützung von Kollegen und Vorgesetzten einzuholen. Die IT ist gerade mitten in einer weiteren heftigen Umwälzung begriffen, deshalb ist der Zeitpunkt günstig. IT-Verantwortliche sollten jetzt Initiative zeigen und gemeinsam mit den Fachbereichen der Geschäftsseite, der Finanz- und Einkaufsabteilung sowie in Zusammenarbeit mit anderen Führungsverantwortlichen Strategien entwickeln, mit deren Hilfe das Unternehmen seine kurz- und langfristigen Ziele und Strategien erreichen und umsetzen kann.