Red Hat hat einen weiteren Schritt Richtung Cloud Computing unternommen. Ab RHEL 5.5 können Kunden mit Supportlizenzen für die Premium Edition von RHEL bzw. der RHEL Advanced Platform diese Lizenzen auf den physischen Servern ihrer Rechenzentren deaktivieren und sie erneut für die EC2 Cloud von Amazon aktivieren. Wer einen neuen Premium-Supportvertrag für Rund-um-die-Uhr Support abschließt, kann über den Cloud-Zugriff von RHEL 5.5 die Lizenz auch in EC2 aktivieren; bei Grund- bzw. Standard-Supportverträgen ist das nicht möglich. Um RHEL 5.5 Instanzen auf EC2 zu aktivieren, müssen mindestens 25 Premium-Support-Subskriptionen für RHEL oder die RHEL Advanced Platform vorhanden sein. Laut eigenen Angaben wird Red Hat neue Versionen und Releases von RHEL auf EC2 zusammen mit Lizenzen für On-Premise Hardware ausgeben. Es werden sowohl 32-Bit als auch 64-Bit Versionen angeboten.
VMware und Salesforce.com gaben gemeinsam bekannt, dass auf SpringSource von VMware entwickelte Java-Applikationen auf einer auf Force.com gehosteten Plattform namens VMforce laufen werden. Java-Entwickler können ihre Applikationen damit in der Cloud einsetzen, ohne eigene Software oder Server kaufen bzw. bereitstellen zu müssen. Das Kernstück des Stacks ist der geplante vCloud App Core für die Orchestrierung und das Management von VMwares vSphere und der Schicht für die Ablaufumgebung der Applikationen, u.a. das Spring Java Framework und den tc Server. Darüber werden zudem Java-Applikationen an die Services und Infrastruktur von Force.com angebunden. Java-Applikationen können so von den Force.com Services, beispielsweise einem Dashboard für die Suche, Applikationsanalyse und das Reporting, Mobilitätsfeatures, Orchestrierung und der Verbindung zu der Oracle-Datenbank, auf der Force.com aufbaut, profitieren. Außerdem kann man so schnell weitere Instanzen laufen lassen.