Der Client der Zukunft – alle Geräte überall und jederzeit
Die so genannte “Konsumerisierung” wirkt sich insgesamt immer stärker auf die Entwicklung der IKT-Branche aus, wie Apple und Google deutlich machen. So wie IBM im Zuge des PC-Trends vor Jahren den Rang als größte US-amerikanischen Technologiefirma an Microsoft abgeben musste, macht Apple mit seinen iPod, iPhone und iPad Produkten nun wiederum Microsoft diesen 1. Platz streitig. Apple steht für den Fokus auf ein gutes Kundenerlebnis und treibt Innovationen voran, anstatt sich auf die konventionelle IT zu fixieren. Das iPhone hat zweifellos große Auswirkungen, und in vielen IT-Abteilungen versucht man inzwischen, Smartphones generell besser zu integrieren und zu standardisieren sowie deren Sicherheit zu verbessern.
Seit Mobilität hoch im Kurs steht und mobile Datenanbindungen zu günstigen Tarifen angeboten werden, hat sich das Endgerät zu einem persönlichen mobilen Gerät für vielerlei Einsatzzwecke entwickelt. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch soziale Netzwerke, Web Services und natürlich Smartphones.
Über 4 Milliarden Menschen sind inzwischen mobil angebunden. Viele Firmen sehen darin eine Riesenchance, andere betrachten es als Riesenbedrohung. Doch wenn nun über ein Upgrade auf Windows 7 und das Endgerät der Zukunft nachgedacht wird, um sich für eine passende (Lizenz-)Strategie entscheiden zu können, kommt die Frage auf, wie der Client der Zukunft aussieht und wann es diesen denn geben wird. Wird es sich dabei um ein persönliches Produktivitäts-Tool handeln, das jeder einzelne in die Firma mit einbringt?
Ist es inzwischen überholt, von “Desktop” Systeme und “Büro”-Lösungen zu sprechen? Wie kann man die Anforderungen und Möglichkeiten der „Digital Natives, Digital Immigrants und Digital Aliens“ adressieren, also sowohl derjenigen Nutzer, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind, als auch deren Elterngeneration, die sich daran gewöhnt haben, und derjenigen, die bis heute nichts damit zu tun haben (wollen)? Müssen einzelne Nutzergruppen bzw. „kulturelle“ Gruppen unterschiedlich angegangen werden? Innovation, Flexibilität, Effizienzverbesserungen und Zusammenarbeit werden oft als treibende Faktoren genannt, aber auch Kostensenkungen und Nutzeranforderungen/das Nutzerverhalten sind wichtige Entscheidungsfaktoren. In den meisten IT-Abteilungen wurde noch keine IT-Strategie entwickelt, die eng mit der Geschäftsstrategie als Masterplan verzahnt ist und auf die eine Applikations- und Informations-Architektur aufbaut, anhand derer auch eine längerfristige und gut durchdachte „Mobilitäts-“ und „Geräte“-Strategie entwickelt werden kann.


Wolfgang Schwab