Pressemeldung
Softwarebeschaffung : Harte Faktoren bei der Analyse der Wirtschaftlichkeit stehen im Fokus
- 56 Prozent der Befragten achten ausschließlich auf harte Faktoren bei der Softwarebeschaffung
- Steigende Nachfrage nach Content Management Systemen, und Application Middleware für Informations-Infrastruktur
In einer aktuellen Analyse der Experton Group wurden Verhaltensmuster und Strategien für die Beschaffung von Software untersucht. Bei der wirtschaftlichen Bewertung des Nutzens einer Software achten die Anwender verstärkt auf harte Faktoren. Anwendungen, die einen messbaren und direkten Nutzen bieten, werden besonders nachgefragt. 56 Prozent der befragten Unternehmen bewerten nur den direkten wirtschaftlichen Vorteil.
Budgetverantwortliche stellen alle Ausgaben auf den Prüfstand und bewerten die geplanten Investitionen hinsichtlich des wirtschaftlichen Nutzens neu. Dies hat dann auch Auswirkungen auf die Nachfrage am Softwaremarkt: Anwender in Deutschland werden in 2010 voraussichtlich 22,5 Milliarden Euro in Software investieren. Verglichen mit den Investitionen in 2009 ist dies ein Rückgang von circa 0,5 Prozent. Dabei entwickelt sich die Nachfrage unterschiedlich. Während in den kommenden Jahren die Ausgaben für System- und systemnahe Software, mit wenigen Ausnahmen wie Storage Management, zurück gehen, steigen die Investitionen in kundengerichtete Anwendungen. So werden beispielsweise die Bereiche eProcurement (+ 2,3% in 2010 und + 4,1% in 2011) und CRM (+ 1,8% in 2010 und + 3,4% in 2011) weiter wachsen. Ebenfalls wird weiter in Lösungen für bessere Zusammenarbeit (Collaboration) und das Finden und Managen von Informationen (Search, Content Management, BI) investiert.
Bei der Bewertung des Nutzens einer Software setzen immer mehr Anbieter auf nachweisbare und finanziell realisierbare Größen.
Harte Faktoren werden bei Anwenderentscheidungen gegenwärtig übergewichtet
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten gewinnen die sogenannten harten Faktoren bei der Bewertung einer Software zunehmend an Bedeutung. Hierbei handelt es sich um direkt quantifizierbare Größen, mittels derer der Einfluss der Software auf den Erfolg des Unternehmens nachweisbar ist. 56 Prozent der 117 Befragten in Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern gaben an, dass ausschließlich diese Determinanten für die Kaufentscheidung relevant sind. Zu diesen Faktoren zählen insbesondere Größen, die einen direkten monetären Rückfluss bzw. eine finanzielle Entlastung ermöglichen.
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Jedoch sollten Anwender die weichen Faktoren nicht unterschätzen. Bei den weichen Faktoren handelt es sich um Bewertungsgrundlagen, bei denen solche messbaren Größen nicht vorliegen – bzw. sich nur auf grobe Abschätzungen beziehen. „In der Regel sind die harten Faktoren für die Entscheider leichter zu beurteilen und zu sammeln. Die Bewertung der weichen Faktoren hingegen ist deutlich schwieriger. Diese Faktoren sollten jedoch nicht vernachlässigt werden“, erklärt Axel Oppermann, Advisor bei der Experton Group.
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Nur mittels einer ganzheitlichen Bewertung der Einflussfaktoren einer Software auf den Erfolg des Unternehmens kann der tatsächliche Nutzen – also die wirtschaftliche Rechtfertigung – einer Software nachgewiesen werden. „So lassen sich die Auswirkungen einer CRM-Lösung auf die Ertragslage oder auf das Tagesgeschäft mit den traditionellen kaufmännischen Methoden und Kenngrößen nur sehr schwer nachweisen, aber es müssen trotzdem von Beginn an die richtigen quantitativen und qualitativen Ziele gesetzt und verfolgt werden. Niemand wird abstreiten, dass durch Software unterstützte Prozesse des Kundenmanagements die Informationssammlung und die Interaktion mit dem Kunden erleichtert werden kann Es ist aber problematisch, Erlöse auszuweisen und Ausgaben über mehrere Jahre hinweg abzugrenzen.“, begründet Oppermann am Beispiel CRM den Bedarf einer ganzheitlichen Analyse.
Ableitungen
Quintessenz der Analyse ist, dass der überwiegende Teil der Befragten auf messbare Fakten bei der Kaufentscheidung einer Software zurückgreift. Größen, die keine direkten finanziellen Auswirkungen haben, werden bei der Bewertung oft vernachlässigt. Diese einseitige Ausrichtung kann dazu führen, dass die Allokation der Mittel nicht bedarfsgerecht erfolgt. Anwender sollten, trotz des angespannten wirtschaftlichen Umfelds, verstärkt auf ein ganzheitliches Bewertungsmodell zurückgreifen.
Bildhinweis: Die Biografie von Axel Oppermann finden Sie unter dem nachstehenden Link:
www.experton-group.de/fileadmin/experton/bios/axel_oppermann.zip


