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Aktueller Research-Trend im Bereich Social Analytics: Bilderkennung

Oliver Giering

Oliver GieringIm gegenwärtig laufenden Projekt „ISG Provider Lens Germany 2018 - Data Analytics Services & Solutions“ (bisher Big Data Vendor Benchmark) werden auch in diesem Jahr wieder relevante Anbieter im deutschen Markt für den Social-Analytics-Bereich analysiert und bewertet.

Immer wichtiger wird im Rahmen von Social Analytics das Analysieren von Bildquellen, da diese selbstverständlich seit Aufkommen der sozialen Medien eine enorm wichtige Rolle spielen. Lange Zeit war die massentaugliche Technik noch nicht so weit, um Bildquellen adäquat zu analysieren. Im aktuellen Research zur Data Analytics Provider Lens fällt jedoch auf, dass immer mehr Anbieter Bildanalysen in ihre Social-Analytics-Plattformen integrieren und diese auch immer zuverlässiger arbeiten. Doch was können diese Tools, und wofür werden sie angewendet?

Wozu Bildanalyse

Zunächst ist zu beobachten, dass es sowohl reine Bilderkennungstools (z.B. für Logos) als auch weitaus spannendere Analysetools gibt, die die Bilder in Verbindung mit Texten bringen und letztlich (semantisch) kontextualisieren.

Dadurch können beispielsweise große Marken wie Nike oder Coca-Cola erfahren, in welcher Szenerie und in welcher Art und Weise ihre Logos in den sozialen Medien geteilt werden – Ableitungen über spezielle Zielgruppen, deren Motive in den sozialen Medien und der Erfolg der eigenen Kampagnen können durch ein getracktes Engagement nachvollzogen werden. Positive oder negative Emotionen und Gefühle, die mit der eigenen Marke in Verbindung gebracht werden, werden dadurch ebenfalls sichtbar. Auch Analysen des Wettbewerbs sind selbstverständlich möglich. Grundsätzlich dienen die Tools jedoch vor allem auch dazu, das eigene Influencer-/Sponsor-Marketing zu verbessern und einen Überblick über die visuelle Darstellung der eigenen Marke zu erhalten. Dadurch kann die eigene Online-Reputation besser nachvollzogen werden und gegebenenfalls kann das Marketing entgegensteuern. Auch die unerlaubte Nutzung der eigenen Marke lässt sich dadurch herausfiltern.

Einige Tools müssen sich dafür vorher bestimmte Logos „antrainieren“, um wertvolle Analysen zu ermöglichen. Dabei ist zu beobachten, dass selbstverständlich textreiche Logos noch schwieriger zu analysieren sind als einfachere, bildlastigere Logos. Grundsätzlich sind einige Tools noch etwas fehleranfällig, doch die Entwicklung der Tools schreitet sehr schnell voran, sodass sich in den kommenden 48 Monaten sicherlich einiges auf diesem Markt tun wird. Durch die nach wie vor zunehmende Relevanz von Bildern und Videos in den sozialen Medien wird sicherlich als nächster Schritt auch die Videoanalyse entwickelt werden. Bis dies jedoch massentauglich möglich ist, wird sicherlich noch einige Zeit vergehen.

Zusätzliche Informationen

Sie möchte gerne weiterführende Informationen zu unserem gegenwärtigen Data-Analytics-Projekt erhalten? Dann besuchen Sie bitte nachfolgenden Link: http://bit.ly/ISG_Analytics_2018