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Infrastructure-as-a-Service (IaaS) im Public- und Private-Cloud-Modell
Dr. Carlo Velten, Steve Janata

Infrastructure-as-a-Service (IaaS) im Public Cloud-Modell
Obwohl der nutzungsabhängige Bezug von Rechenleistung (IaaS) immer als das originäre Cloud-Anwendungsbeispiel dient, nutzen derzeit erst sehr wenige Unternehmen in Deutschland die entsprechenden Services im Public-Cloud-Modell. So rekrutiert sich ein Großteil der Nutzer auf den Plattformen von Amazon, Microsoft oder Salesforce noch aus dem Umkreis einzelner Softwareentwickler, Start-Ups oder kleinerer ISVs.
Bei „Public-Cloud“-Angeboten greifen Unternehmen über das Internet ohne Zugangsbeschränkung auf entsprechende Cloud-Infrastrukturen und Services zu. Es erfolgt in der Regel nur eine Registrierung auf einem öffentlichen Webportal unter Angabe entsprechender Kontakt- und Zahlungsinformationen. Daraufhin können Anwender die Konfiguration der gewünschten Ressourcen und Services eigenständig vornehmen (Self-Service-Charakter). Die physische Infrastruktur (Server, Storage, Netzwerk-Equipment, RZ-Infrastruktur) sowie teilweise auch die im Rahmen des Cloud-Services genutzten Software-Lizenzen (Betriebssystem et al.) sind Eigentum des Cloud-Anbieters und werden von diesem gemanaged. Eine Abrechnung erfolgt nutzungsabhängig nach den in Anspruch genommenen CPU-Stunden, die nach verschiedenen Parametern bzw. Benchmarks berechnet werden. Als Faustregel gilt:
„Anzahl der Server-Instanzen x Auslastung in CPU-Stunden“
Infrastructure as a Service (IaaS) im Private-Cloud-Modell
Bei den „Private-Cloud“-Angeboten sind Access und Deployment für jeden Kunden individuell ausgelegt. Dabei lassen sich zwei zentrale Ausgestaltungsvarianten differenzieren. So lassen sich kundenindividuell gestaltete Private Clouds entweder auf der Infrastruktur des Kunden oder des IT-Service Providers implementieren und betreiben.
Generell lässt sich feststellen, dass Private-Cloud-Services und -Technologien mit zunehmender Größe des Unternehmens an Attraktivität und Wichtigkeit gewinnen, da diese Großunternehmen individuelle Anforderungen an die Konfiguration der Cloud-Plattform (Entwicklungstools, Schnittstellen, Betriebssystem etc.), sowie an die Sicherheitsstandards haben.
Die Nutzung von Private-Cloud-Services eines IT-Service-Providers ist mit deutlich mehr Aufwand und Kosten verbunden als die Nutzung der Public-Cloud-Angebote. So müssen Anwender für die Nutzung der Private-Cloud-Angebote eine feste Beziehung zum Anbieter haben. Meist erfordern die Private-Cloud-Angebote eine zusätzliche Zugangs- oder Mitgliedsgebühr („Country-Club-Modell“), die über die nutzungsabhängige Verrechnung der IT-Ressourcen weit hinausgeht. Auch die Konfiguration und der Anschluss der Anwender an die Private Clouds der IT-Service-Provider sind meist als spezielle Dienstleistung ausgewiesen und bepreist.
Im Gegenzug lassen sich so die wichtigen Sicherheits- und Service Level individuell mit den Kunden abstimmen und festlegen, so dass Großunternehmen ihre unternehmensweiten Standards (SLAs, Compliance) auch in der Cloud sicherstellen können.


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