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Weiter zunehmender Wettbewerb der Netzwerk-Ausrüster – des Kunden Freud, des Anbieters Leid
Der deutsche Markt für Netzwerk-Hardware (aktive Komponenten, wie Switches, Router, WLAN, also ohne Verkabelung etc.) wird 2012 um etwa 1,7 Prozent wachsen. Damit kann der Networking-Markt nur unterdurchschnittlich zulegen, während der ICT-Markt insgesamt um etwa zweieinhalb Prozent wachsen wird. Zwar gibt es „Wachstums-Oasen“ wie z.B. WLAN-Ausstattung, dies kann jedoch nicht die Wachstumsschwäche im Switching-Markt ausgleichen, der den Löwenanteil zum Netzwerk-Markt beiträgt. Zwar wachsen die Stückzahlen recht ordentlich – die Netze müssen für Konvergenz und zunehmende Nutzung Netz-basierender Services gerüstet werden - aber die schnell sinkenden Portpreise schmälern die Umsatzentwicklung. Der Grund liegt unter anderem im zunehmenden Wettbewerb.
Denn der zu verteilende Kuchen bleibt im Wesentlichen gleich – parallel streiten jedoch neue Wettbewerber um die Marktanteile. Während Cisco in der Vergangenheit eine sehr dominierende Stellung hatte, haben sich inzwischen ernstzunehmende Wettbewerber positioniert. Zum einen hat sich Hewlett-Packard verstärkt mit seiner ProCurve-Reihe engagiert und darüber hinaus 2010 vollständig den Pionier im Networking-Segment, 3Com, übernommen. Des Weiteren hat Juniper sein Portfolio von einer früher Carrier-lastigen Ausrichtung in den Firmenkunden-Markt erweitert. Ganz besonderes Augenmerk – das zeigte nicht zuletzt die jüngste CeBIT – sollte man auf Huawei richten. Während das chinesische Unternehmen noch vor zehn Jahren vor allem durch Plagiatsstreitigkeiten mit Cisco auffiel, hat es inzwischen seine Präsenz in Europa und Deutschland (die Europa-Zentrale befindet sich Düsseldorf) ausgeweitet. Weltweit beschäftigt Huawei über 45.000 Ingenieure. Und Huawei ist nicht der einzige chinesische Konkurrent, der auf den deutschen Markt drängt. ZTE, derzeit vor allem im Telekommunikationsbereich präsent, hat unter anderem auch Switches im Portfolio.
Wettbewerb belebt das Geschäft, und so bieten sich den Kunden zunehmend Alternativen an, was sich entlastend auf das ITK-Budget auswirken kann. Es gilt, das Angebot genau zu prüfen, um nicht nur kostenseitig, sondern - in diesem wichtigen Infrastrukturbereich – auch technisch zukunftssicher die Weichen richtig zu stellen.
Grafik: Marktvolumen von Netzwerk-Hardware in Deutschland. Quelle: Experton Market Navigator 2012

