Big-Data-Syndizierung, -Reporting und –Visualisierung: Wie positionieren sich die Anbieter im deutschen Markt?

Holm Landrock

Holm LandrockEntsprechend der Definition der Experton Group für „Big Data“ sind Big-Data-Anwendungsszenarien auch dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnungs- und Analyse-Ergebnisse, auch prädiktive, einer sehr viel größeren Benutzergruppe als im klassischen BI/BA-Umfeld zugänglich sind. Deshalb sind in dieser Kategorie des Big Data Vendor Benchmarks 2015 die Lösungen...

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Wie positionieren sich die Anbieter im Schweizer Markt für Cloud Security Encryption?

Oliver Schonschek

Oliver SchonschekDer Königsweg zum Schutz vertraulicher Daten lautet Verschlüsselung. Eine starke Verschlüsselung des Cloud-Zugangs und des Cloud-Speichers durch den Cloud-Anbieter ist wichtig, aber nicht ausreichend; Vielmehr muss der Cloud-Nutzer selbst für eine Verschlüsselung sorgen, die dem Stand der Technik entspricht und die unabhängig vom Cloud-Anbieter...

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Kurz notiert: Frisch aus dem Cloud Research Funnel - Modular & Portable Service Delivery

Heiko Henkes

Heiko HenkesWer möchte sich künftig noch mit Infrastrukturen und deren Ausgestaltung in Abhängigkeit der immer komplexer werdenden Applikationsalgorithmen herumärgern? Die Hardware rückt generell immer mehr in den Hintergrund. Ist deshalb auch schon die IaaS-Zeit vorbei und die Zeit der revolutionären Software bzw. Service Lieferung angebrochen?

 

 

Aktuelle...

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Office 365, eine Lösung für eine bessere Zusammenarbeit

Wolfgang Heinhaus

Wolfgang HeinhausDie Experton Group hat nach einer einheitlichen Plattform für eine bessere und effizientere Mitarbeiterzusammenarbeit gesucht und auch gefunden. In der Vergangenheit sind viele Silos entstanden für den E-Mail-Verkehr, Video- und Audiokommunikation, Repository, CRM usw. Die Applikationen sind aktuell auf diversen Servern installiert, die bei...

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Die Hauptzielgruppe für Enduser Mobility im Unternehmen heißt weder Generation X, Y oder Z, sondern B-Siders©

Dr. Henning Dransfeld

Dr. Henning DransfeldEs wird dieser Tage sehr viel von dem zunehmenden Einfluss der Generation Z auf die IT im B2B2C-Umfeld gesprochen, seit sie im Beitrag von Michael Weiß zu Industrie 4.0 in diesem Newsletter Erwähnung fand. Ich kann nur aus eigener Erfahrung als Vater von drei Mitgliedern der Generation Z bestätigen, wie sich die Kinder in zunehmender...

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Die (Digitale) Transformation der IT Organisation – Die Prioritäten für 2015: Teil 2 – „Transformation“

Luis Praxmarer

Luis PraxmarerZusätzlich zu den Standardaufgaben und der Vorbereitung im Teil 1 (siehe ICT-Newsletter KW 5 / 2015) sind der CIO und die IT-Organisation gefordert, eine Unmenge an neuen Entwicklungen und Technologien, die entscheidend zum Unternehmenserfolg und zukünftiger Ausrichtung und Differenzierung beitragen können, zu analysieren und zu integrieren....

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Kurz notiert: Frisch aus dem Cloud Research Funnel

Heiko Henkes

Heiko HenkesAugmented Reality

Microsoft ist nicht nur voll und ganz auf den Industrie 4.0 bzw. Digitalisierungszug aufgesprungen, sondern ist auch sonst absolut trendy und engagiert sich mit Holo Lens in der zukunftsweisenden Augumented-Reality-Szene. Hier setzt Microsoft direkt Maßstäbe auf Basis echter Hologramm-Technologie.

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Cloud Services für die Business Class: Wie positionieren sich die Anbieter im deutschen Markt für Managed Private Cloud Services?

20.02.2015

Heiko Henkes

Heiko HenkesBottom Line (ICT-Anwendersicht):

Die Managed Private Cloud ist – sofern kein ausreichendes Cloud Sourcing über die Orchestrierungsebene eingebettet ist – nicht immer für hochelastische Scale-Out-Umgebungen geeignet. Dagegen beißt sich eine hochelastische und somit zu über 70 Prozent auf geteilten Ressourcen basierende Infrastruktur speziell mit Enterprise-Anforderungen spezieller Branchen wie dem Gesundheitswesen, der Banken- und Versicherungsbranche oder bodenständigen Produktionsanlagen mittelständischer Industrie-Betriebe. Grund hierfür sind hohe Compliance-Anforderungen.

Professional Services dominieren im Managed-Private-Cloud-Modell und fokussieren meist auf vergleichsweise einfaches Web- bzw. Middleware-Application Management. Hochkarätige Service- bzw. Application-Führung erfahren Kunden nicht immer bei den oftmals weiterentwickelten Hosting-Anbietern – es fehlen zu oft das Verständnis und der Wille für neue Geschäftsmodelle. Dennoch, der Schritt in die Managed Private Cloud ist der richtige Weg für das Gros der Anwender, die noch zu über 80 Prozent in einer wenig standardisierten und non-Cloud-konformen IT-Landschaft Geschäfte abwickeln. Des Weiteren kommt man in den Standard und somit die Position, weitere Services andocken zu können. Es geht somit sukzessive weiter in die Enterprise Cloud, die auch eine gehörige Portion Public Cloud Service mitbringen darf. Sperrt man sich dieser Entwicklung, grenzt man das Unternehmen heute international und morgen lokal gegenüber dem Wettbewerb und dem Fortschritt aus. Die Zurückhaltung wird zum Hemmschuh digitaler und moderner Absatzkanäle bzw. –Trigger.

Bottom Line (ICT-Anbieterersicht):

Die Managed Private Cloud ist aus aktuellem Blickwinkel ein Auffangbecken bzw. eine Zwischenstation vieler traditionell denkender Geschäftsführer und besitzt eine natürliche Daseinsberechtigung. Gerade extrem schützenswerte Systeme bzw. Daten gehören in eine solche Umgebung. Viele Hoster haben diese Art von Umgebung gut im Griff und profitieren von der engen Kundenbeziehung und dem Beratungspotenzial bzw. der damit einhergehenden Marge. Die Managed Private Cloud ist gleichzusetzen mit einem Stück Outsourcing, das zunehmend zu Public-Cloud-Preisen nachgefragt werden wird. Dabei muss natürlich zwangsläufig die Beratung bzw. der Managed-Anteil auf der Strecke bleiben. Technisch ist hier historisch die vCloud noch stark dominierend, bekommt jedoch immer häufiger Konkurrenz durch Microsoft, Open Source Tools und auch neue Anbieter aus dem Lager Identity Access Management (bspw. NetIQ) sowie IT Service Management (ServiceNow), damit SLAs und auch digitale Identitäten entlang der erweiterten IT-Supply Chain abgebildet sind.

Sich aus Anbietersicht dem Trend der identitätsgetriebenen Service-Bereitstellung zu verschließen, wird nicht mehr lange funktionieren und innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahre eine deutliche Zweiklassengesellschaft herausbilden. Die erstrebenswerte Seite setzt sich primär aus großen IT-Dienstleistern mit Kompetenzen für hybride und digitale Wertschöpfungsnetzwerke sowie einigen wenigen kleinen Koryphäen aus der Hosting-Landschaft zusammen. Die andere Seite der Medaille zeigt dann vielleicht primär auf Shared Hosting Provider im E-Mail- und Domain-Kontext sowie den rein auf das IaaS-Geschäft fokussierten bzw. somit wenig zukunftsträchtigen Playern, die auch professionelle RZ-Fläche für Housing-Szenarien bereitstellen und vielleicht mit Carriern Kooperation pflegen. Allerdings drängen dort auch RZ-Pioniere sowie Carrier wie bspw. Equinix und e-shelter analog zu Media Markt bzw. Saturn im Vergleich zu den alten Elektro-Einzelhändlern in den Markt. Die Beratung gibt es dort nicht wirklich, aber dennoch ist wohl Geiz nicht ganz „ungeil“.

Managed Private Cloud Services erleben derzeit einen enormen Aufschwung. Der Grund hierfür liegt beispielsweise im Erwachsenwerden der Management- und Orchestrierungs-Software, die vor allem lokale Dienstleister und Systemhäuser befähigt, diesen Typus von Service anzubieten. Andererseits stehen viele Unternehmen im Rahmen des Transformationsprozesses vor der Herausforderung, alte Outsourcing-Verträge auf neue konvertieren oder gar eigene Infrastrukturen erneuern zu müssen. Die Abkündigung von Microsoft hinsichtlich des kostenlosen Mainstream-Supports von Windows XP ist dabei nur einer von vielen Treibern.

Analog zu den IaaS-Angeboten im „Managed“ bzw. „Enterprise Public Cloud“-Modell werden bei den „Managed Private Clouds“ verschiedene Infrastrukturleistungen wie CPU, Speicherkapazität, Security- und Netzwerkdienste als weitgehend standardisierte, nutzungsabhängig bepreiste Services von der Infrastruktur des Cloud Service Providers aus bereit­gestellt. In einigen Fällen etablieren sich jedoch aus dieser Art Service-Bezug häufig Mischformen als Hybrid Cloud im Kunden-Rechenzentrum. Praktische Beispiele hierfür sind bspw. Disaster Recovery Appliances mit integrierter Storage-Virtualisierung und direkter bzw. verschlüsselter Anbindung an das Rechenzentrum des Dienstleiters, das inzwischen auch häufig über API und nicht GUI angesteuert wird.

Die Experton Group betrachtet an dieser Stelle nicht den Aufbau und Betrieb von Self-Service Private Cloud-Infrastrukturen im Rechenzentrum der Kunden, sondern nur diejenigen Dienste, welche die Cloud Service Provider aus ihren eigenen Rechenzentren ausliefern bzw. in Kombina­tion mit Installationen beim Kunden betreiben.

Der Unterschied zwischen der „Enterprise“ bzw. „Managed Public Cloud“ und der „Managed Private Cloud“ besteht darin, dass bei den letztgenannten für jeden Kunden eine dedizierte Infrastruktur aufgebaut und in Betrieb genommen wird. Die Workloads der Kunden sind somit auf physikalischer und nicht nur virtueller Ebene getrennt. In einigen Fällen verschwimmen jedoch die Grenzen zwischen Private Dedicated und Enterprise Public bzw. Virtual Private Ressourcen. Speziell in Bezug auf die Infrastruktur- und Applikations-Planung (Blueprint) inkl. des Betriebs und der Gewährleistung von Performance und Sicherheit ist dieser Trend nachvollziehbar. Leider führt dies aus Anwendersicht dazu, dass man sich immer weniger über die eigentliche Bereitstellungsform laut Produkt- oder Service-Broschüre im Klaren ist.

Da viele Kunden aus dem Umfeld des Mittelstandes und der Großunternehmen genau diese Performance- und Sicherheits- Anforderung stellen, machen „Managed Private Clouds“ nach wie vor und aufgrund des NSA-Skandals mehr denn je einen Großteil des Cloud-Infrastruktur-Geschäfts aus. Es wird dabei offensichtlich, dass dedizierte und individuell konfigurierbare Systeme im Rahmen der Entscheidungsfindung bei vielen großen Unterneh­men teils schwerer wiegen als die potenziellen Skaleneffekte bzw. Kostenvorteile einer „Shared Infrastructure“. Denn die Skalierungsfähigkeit einer „Managed Private Cloud“ ist durch deren ursprüngliches Kapazitäts-Sizing streng genommen limitiert, auch wenn ein Ausbau der Kapazitäten bei den modernen Cloud-Architekturen meist ohne große Probleme möglich ist. Der Kunde muss hier dennoch entsprechend in die Skalierungsfähigkeit seiner Ressource investieren und kann sich diese Kosten nicht mit anderen Nutzern teilen. Viele Verträge erinnern an große Rahmenverträge, in denen das Sizing auf Basis der hier schwergewichtigen Managed-Komponente prognostiziert wurde – eine vollautomatische Skalierung beißt sich mit solchen Modellen und kann nicht in einem eng gesteckten Vertragskorsett laufen.

Wird bei einem Unternehmen durch die Anzahl der Workloads und die geplante CPU- bzw. Speicherkapazität allerdings ein kritisches Volumen, von z.B. mehreren hundert VMs erreicht, kann der Aufbau und Betrieb einer „Managed Private Cloud“ durchaus sinnvoll sein, zumal die Unternehmen in diesem Modell vom Know-how und der Risikoübernahme seitens des Cloud Service Providers profitieren. Mit der schieren Anzahl der Workloads respektive VMs steigt nicht selten auch die Komplexität überproportional an, da IT-Services – sofern richtig im Rahmen eines IT Service Managements erfasst – stark heterogene Anforderungen und Ausprägungen haben können. Die Übersicht über die einzelnen SLAs und die Abstimmung mit den Service-Managern obliegt dem professionellen Dienstleister. Diese Mammutaufgabe trennt häufig die Spreu vom Weizen in der Dienstleisterwelt. Die Standortwahl des Rechenzentrums nach Niederlassung oder/und Service kommt noch erschwerend hinzu, da an jedem Punkt für Ausfallsicherheit gesorgt werden muss und zudem eine verlässliche und performante Anbindung unter den Rechenzentren bzw. zum Kunden gewährleistet sein muss. An diesem Punkt wird dann ein Dedicated System mehr oder weniger notgedrungen um eine Shared-Komponente erweitert. Außer VPN- bzw. VPC-Verbindungen und Verschlüsselungstechniken, die bspw. nur Pixel anstelle von echten Datenströmen übertragen, sind die meisten Unternehmen nicht mit dem Vorteil gesegnet, eigene Leitungen ihr eigen nennen zu können.

Die elementaren Bewertungskriterien bzw. Anforderungen an die Anbieter von „Managed Private Cloud IaaS“ haben sich gegenüber dem vergangenen Jahr nur marginal verändert und lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Leistungsfähige, hochskalierbare RZ-Infrastruktur (zwei lokale RZ-Standorte vorteilhaft)
  • Carrier- und Technologie-Anbieter-Partnerschaften, um eine sichere und performante Datenübertragung gemäß individueller Geschäftskritikalität der IT-Services sicherzustellen
  • Breitgefächertes Portfolio an Infrastruktur-Services
  • 24/7 Betrieb mit „Enterprise-Grade“ SLA und Disaster Recovery Angebot
  • Hoher Automatisierungsgrad der Plattform
  • Direkte Bereitstellung der provisionierten Ressourcen über IT-Service-Kataloge
  • Individualisierbare Stufen der SLAs und eine Auswahl an Support-Modellen, beginnend bei Kontingenten über reaktive bis hin zu proaktiven Services
  • Implementierung, Wartung und Security als „Managed Service“
  • Kenntnisse im IT-Service-Management inkl. branchenspezifi­scher Compliance-Richtlinien zur Prozessmodellierung
  • Interoperabilität (Unterstützung multipler OS und Virtualisierungs- bzw. Orchestrierungstechnologien), um IT-Services auch end­geräteunabhängig bereitstellen zu können
  • Offene Plattform zum Aufbau hybrider Cloud-Betriebsszenarien
  • Unkomplizierter und schneller Ausbau der Plattform bzw. Kundeninfrastruktur möglich (Referenzarchitektur oder Implementierung eines integrierten Cloud-Stacks wie z.B. „Vblock“)
  • Übernahme des Lizenz-Handlings mit ISVs
  • Flexible Vertragsmodelle, die ein spezifisches Sourcing zwischen Kunden-Rechenzentrum (für kritische Daten) und Provider-Rechenzentrum (für weniger kritische Daten) ermöglichen
  • Know-how, das es ermöglicht, auch Services des nächst höheren PaaS- und SaaS-Stacks einzubinden und hybride Szenarien zu implementieren
  • Virtual-to-Virtual Conversion (Umzug von Virtual Images auf andere Hypervisors)
  • Standortübergreifendes Rechenzentrums- bzw. Infrastrukturmanagement
  • Rollenbasiertes Benutzerkonzept
  • Workflow-Engine und Policy Management

Im jüngsten Cloud Vendor Benchmark, der im Sommer 2014 erschien, hat Experton Group u.a. auch den deutschen Markt für Managed Private Cloud Services analysiert.-

Bewertung einzelner Anbieter

In der Kategorie „Managed Private Cloud (IaaS)“ wurden von der Experton Group 15 der 28 insgesamt bewerteten Anbieter im Leader-Quadranten gelistet.

Das Marktsegment der „Managed Private Cloud“ weist inzwischen einen hohen Reifegrad der Anbieter und ihrer Services auf. Trotz hartem Wettbewerb „connecten“ sich Systemhäuser immer häufiger untereinander und schaffen abgesicherte Pipelines zu anderen Service-Anbietern – teilweise auch zu Public Cloud Anbietern für spezielle und eher unkriti­sche Workloads. Fest steht jedoch, dass für die Systemhäuser – neben den Service-Dienstleistern in der Transformationsrolle – gerade in diesem Marktsegment immer mehr die Integrationsrolle und der Bezug zum echten Business eine Rolle spielt.

So haben sich gegenüber dem letzten Jahr drei weitere Anbieter als Leader in dieser Kategorie qualifiziert. Insgesamt zählt die Experton Group in diesem Jahr 15 der bewerteten Unternehmen hinsichtlich ihrer Portfolioattraktivität und Wettbewerbsstärke zu den führenden Providern von „Managed Private Clouds“.

Die Leader in dieser Kategorie zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Angebote die obig beschriebenen Kriterien bzw. Kundenanforderungen exzellent erfüllen. Zudem werden auch aktiv kommunizierte und gepflegte Partnerschaften zu andern Systemhäusern, Technologie-Anbietern oder reinen Consulting bzw. Wirtschaftsprüfern etc. gewürdigt.

Zudem verfügen die 15 Leader über eine überdurchschnittlich hohe Marktpräsenz und Wettbewerbsstärke, die sich für die Kunden in einer angemessenen Betreuung durch Pre-Sales, Account Manager, Solution Architects und Technical Engineers sowie in der finanziell langfristig stabilen Situation und Innovationskraft der Anbieter widerspiegelt.

Da „Managed Private Clouds“ in vielen Fällen die nächste Station vieler Outsourcing-Verträge repräsentieren und demnach unternehmens­kritische Workloads in die Hände des Dienstleisters gelegt werden, sind neben den „Functions & Features“ vor allem auch die langfristige Stabilität des Anbieters sowie das Commitment zur Cloud im Rahmen der Unternehmensstrategie und Produktentwicklung (Roadmap) entscheidende Faktoren im Rahmen der Bewertung. Dies lässt sich beispielsweise an den Investitionen in Cloud-Rechenzentren am Standort Deutschland ablesen.

T-Systems ist erneut Top-Leader im Jahr 2014 und ein Paradebeispiel für den Werdegang eines Systemhauses im Cloud-Kontext. Vom Aufbau einer dynamischen Infrastruktur über Partnerschaften zu Compliance- und Wirtschaftsprüfer-Spezialisten wie PWC oder auch Netzwerkplayern wie Cisco adressiert T-Systems zunehmend auch Trendthemen wie bspw. Big Data oder Mobile und nutzt dabei die erreichte Cloud-Raffinesse, um komplexe Berechnungen im eigenen Cloud-Backend zu fahren oder Unternehmen dabei unter die Arme zu greifen, ganze Büros inkl. kritischer Workloads zu mobilisieren. Ferner führt der erreichte Grad an Standardisierung innerhalb von T-Systems langsam aber sicher dazu, dass sich der Anbieter im Bereich Cloud zunehmend einen Namen macht, indem inzwischen Infrastrukturleistungen komfortabel über ein Web Frontend getestet und bestellt werden können. Die Langfriststrategie wird dabei über den kontinuierlichen Ausbau der standardisierten Rechenzentrumslandschaft in Deutschland und in weiteren Ländern untermauert. Ein solcher Anbieter – mit viel Know-how zum Thema Infrastruktur – wird dabei speziell für international agierende Unternehmen mit lokalen Policies und vielen verteilten Gesellschaften interessant.

BT besitzt im Vergleich zum Vorjahr weiterhin eine gute Position im Leader-Segment der Managed Private Cloud und gewann Ende 2013 einen interessanten Hosting-Auftrag für Teile der Netzwerk-Infrastruktur von Telefónica Deutschland. Darüber hinaus bietet BT im Rahmen des Cloud Compute Angebots über das eigene Netz eine sichere und zuver­lässige MPLS-Anbindung über Azure ExpressRoute an die Microsoft Azure-Plattform. Geschäftskunden erhalten so auf Wunsch eine hybride IT-Umgebung mit geringerer Latenzzeit und viel mehr Sicherheit für Azure Workloads.

CSC bietet das gesamte Spektrum an Cloud-Services mit Enterprise-Class-Management-Funktionen sowie einheitliche Public Cloud Services in 15 Rechenzentren auf drei Kontinenten. Im hiesigen Lokalmarkt kann CSC als Outsourcing-Veteran einige große Kundenprojekte der öffentlichen Hand nachweisen, verliert jedoch im Big Deal Umfeld im Rahmen eines visiblen Großauftrags gegenüber dem starken Konkurrenten Big Blue.

Für IBM stand 2013 ganz im Zeichen von Cloud Computing. IBM hat nun definitiv eine „Umwälzung“ eingeläutet und lässt die Muskeln auf vielen Ebenen spielen. Das Unternehmen hievt seit letztem Jahr sukzessive das komplette Portfolio über jeden Stack (SaaS; PaaS; IaaS) in die Cloud und stützt diese Strategie neben Software- und SaaS-Akquisitionen über den Softlayer-Zukauf, der das Unternehmen zwei Milliarden US-Dollar gekostet hat. Insgesamt gab IBM bis zum derzeitigen Stand sieben Milliarden US-Dollar für die Cloud-Portfolioerweiterung aus. Die Vorteile liegen hier in einem robusten Infrastruktur-Architektur-Konzept, das voll auf Self-Service, Automation und Skalierung setzt und neben PaaS und SaaS als Serviceerweiterung auch für Private Clouds inkl. Management eine solide Basis bietet. Als weiteres Standbein der IBM wird sich wohl in naher Zukunft auch noch Watson als Analytics bzw. Big Data Service auf diesem neuen Grundgerüst präsentieren und IBM somit zu einer noch stärkeren Rolle in der Analytik verhelfen.

Die Rechenzentrums-Infrastruktur verdoppelt sich bei IBM bis Ende 2014 auf 24 Rechenzentren, davon vier in Europa und eins in Frankfurt am Main. Dennoch gibt es dank strategischer Unternehmensführung nicht nur Zuwächse, sondern auch Abspaltungen zu verzeichnen. IBM trennt sich von der margenflachen x86 Server-Sparte und gab diese Kompetenz an den langjährigen Business Partner Lenovo ab.

Auch Fujitsu konzentriert sich im Rahmen des generellen Wandels auf die Cloud und fokussiert nun verstärkt auf das Enterprise-Klientel. Das entsprechende Offering heißt nun Fujitsu Cloud IaaS Private Hosted und umfasst viele Großkunden-Services wie bspw. Prozess-Abbildung, IT-Service-Management und Multi-Cloud Environment.

Cloud

Abbildung: Positionierung der Anbieter im Markt für Managed Private Cloud Services (IaaS). Quelle: Experton Group AG, 2014.

HP setzt auf das Software-Defined Datacenter bzw. auf OpenStack und baut verstärkt eigene Kompetenzen im Cloud-Geschäft auf. Das Offering nennt sich Helion und adressiert nicht nur die Privatwirtschaft, sondern auch Behörden bzw. die öffentliche Hand. Der weitere Ausbau wird über Investments in Höhe von einer Milliarde US-Dollar in den nächsten zwei Jahren sichergestellt. Helion besteht aus verschiedenen Cloud-Angeboten von HP, die neue Lösungen auf Grundlage der OpenStack-Technologie sowie Service- und Support-Angebote in einem runden Portfolio vereinen und dabei auch individuellen Geschäftsanforderungen von Kunden zur Einbindung und dem Provisioning von eigenen bzw. privaten Cloud-Ressourcen oder auch Public Cloud Ressourcen Rechnung trägt. Über die Cloud Service Automation Suite wird CMDB- und ITSM-Know-how eingespeist.

Der Fokus liegt hier definitiv auf Großkunden-Workloads wie sie bspw. von SAP oder Oracle angeboten werden. Auch das In-Memory Computing bzw. HANA als Beinahe-Synonym wird hier explizit adressiert. Insgesamt kommt bei HP nun der rote Faden zum Vorschein, so dass langjährig aufgebaute Kompetenzen im Zusammenspiel von Infrastrukturen und IT-Service-Management nun zum Tragen kommen und HP zu einem wirklich interessanten Partner für Cloud-Infrastrukturen machen.

Telefónica Online Services (TOS) gingen in Host Europe auf, was Host Europe natürlich generell und nicht nur im Bereich E-Commerce und Enterprise-Portale gestärkt hat. In Kombi­nation schwingt sich somit Host Europe aus der eher standardisierten und Public Cloud geprägten Ecke hinauf zum Managed Service Anbie­ter, der gerade im Thema Cloud und passgenauen Kundenanforderungen vielen Anbietern in puncto Pragmatismus voraus ist.

Ganz besonders interessant ist für den diesjährigen Cloud Vendor Benchmark die Fusion von CANCOM SE und PIRONET NDH. Neben TOS und Host Europe ist dies eine weitere Cloud-Story mit viel Zukunfts- bzw. Synergiepotential. CANCOM SE als eines der führenden und etablierten Systemhäuser übernimmt mit dem Mehrheitsanteil an PIRONET NDH ein speziell auf standardisierte Cloud Services ausgerichtetes Systemhaus mit viele Know-how und partnerschaftlichen Beziehungen zu Microsoft und Red Hat. Gerade im Segment Managed Private Cloud ergänzen sich die beiden Portfolios entsprechend gut, da CANCOM im Managed Service Bereich extrem stark ist und viel Erfahrung vorweisen kann. Die Performance der zugrundeliegenden Plattform ist dabei auf einem äußerst ausgereiften Level, so dass HP diese Plattform sogar für Kunden aus dem Mittelstand bis 7000 Seats nutzt. Die Einkaufstour im Sinne des anorganischen Wachstums reißt derweilen noch nicht ab. Kurz vor Fristablauf des Cloud Vendor Benchmarks kaufte CANCOM/PIRONET NDH noch Allgeier deren Tochter Didas Business Services ab und stellt sich somit thematisch und geografisch noch breiter auf. Im Umkehrschluss wird dadurch die IT-Delivery-Fähigkeit von Allgeier leicht geschwächt.

Canopy ist nun die offizielle Cloud-Fabrik von Atos, die technisch glänzt und mit dem Service- bzw. Beratungs-Know-how von Atos insgesamt ein rundes Gesamtangebot für Kunden schafft. Zusammen treibt man Innovationen und spezialisiert sich gerade in Bezug auf die Managed Komponente auf den vertikalen Tiefgang. Canopy (Atos) Cloud-Leistungen können aus Kundensicht wahlweise im eigenen RZ oder im RZ von Atos betrieben werden. Hinzu kommt die wichtige Komponente Sicherheit; hier hat sich Canopy (Atos) vom Deutschen Bundesamt für Sicherheit in den Disziplinen IS-Revision und IS-Beratung zertifizieren lassen.

Colt erwirtschaftet inzwischen einen großen Anteil des IT-Umsatzes mit Cloud-Projekten und besitzt neben der hohen Mittelstandskonformität mit dem vcloud Datacenteraufbau eine performante Netzwerkinfrastruktur mit hoher Kompatibilität und Sicherheit für Kunden. Untermauert wird das Offering im deutschen bzw. europäischen Markt durch die starke RZ-Präsenz, was nicht nur lokale Datenhaltung für Kunden ermöglicht, sondern auch eine hohe Performance und Passgenauigkeit für Anwendungen bzw. Workloads mit speziellen Anforderungen an Latenz und SLA verspricht.

Claranet festigt den westeuropäischen Footprint über erfolgreiche Kundenreferen­zen und einige Zukäufe wie bspw. zuletzt NovaData NL. Mit viel Erfahrung im Netzwerkbetrieb und dem Hosting von geschäftskritischen Anwendungen ist Claranet über das gesamte Cloud-Portfolio ISO27001-zertifiziert und schützt Datenverbindungen als Netzwerkspezialist über „Encrypted-MPLS“, bei dem MPLS-Netzwerke zusätzlich durch eine 256-Bit-Verschlüsselung gegen unbefugten Zugriff abgesichert werden. Besonders kritische Unternehmensanwendungen finden bei Claranet daher ein sicheres und leistungsfähiges Zuhause. Dabei setzt Claranet über die Nutanix-Technologie auf eine hybride Architektur, die in Appliance-Form mit integrierter Storage-Virtualisierung beim Kunden für Ausfallsicherheit und Spiegelung in das deutsche Claranet RZ sorgt. Die auf dieser Tech­nologie basierende neue Plattform von Claranet verbindet all diese Eigenschaften zu einem hochperformanten, durch ein Dual-Datacenter-Konzept extrem ausfallsicheren und linear skalierbaren Service, wobei auch die wichtigen Basisdienste wie Loadbalancer, Firewall, Backup etc. zu einer generischen Dual-Datacenter-Lösung erweitert wurden.

QSC ist sicherlich der Cloud-Anbieter der Wahl, wenn es verstärkt um TK- bzw. Communications-Lösungen aus der Cloud geht. Portfolioseitig ist QSC somit ein prädestiniertere Player für den (gehobenen) Mittelstand. Mit dem lokalen Footprint in Form von Rechenzentren, ISO 27001 Zertifizierung, starken Partnerschaften wie bspw. mit Microsoft und SAP sowie hoher End-to-End Expertise und IT-/TK-Know-how weiß QSC an den richtigen Stellen zu punkten.

Computacenter ist ein wichtiger Baustein vieler deutscher Clouds und besitzt generell eine sehr hohe Schlagkraft. Computacenter fokussiert sich im Rahmen der Managed Private Cloud eindeutig auf Beratung, Aufbau und Betrieb von Private-Cloud-Umgebungen. Hierfür hat man auf Basis von Standard-Komponenten eine eigene Architektur entwickelt, die den Kunden größtmögliche Flexibilität bei gleichzeitiger Standardisierung bietet. Unterstützt wird dieses Vorgehensmodell in enger Zusammenarbeit mit strategischen Herstellern wie bspw. CA, Cisco, EMC, HP, IBM, Microsoft, NetApp und VMware. Das Angebotskonzept läuft unter dem Begriff „DDIS“ (Dynamic Datacenter Infrastructure).

arvato Systems ist als Bertelsmann-Tochter schon viele Jahre im Hosting-Markt aktiv und bietet neben Know-how im Umgang mit virtuellen Infrastrukturen viel Bodenständigkeit. Derzeit befindet sich arvato – wie viele andere professionelle IT-Dienstleister – im Umbruch und sattelt sukzessive auf neue Technologien um. Kunden haben somit den Vorteil, bei arvato die Wahlfreiheit zu haben und eher im klassischen Segment (VMware) zu verweilen oder auf neue Architekturen (OpenStack) zu wechseln und dabei auf arvatos Branchen-Know-how in den Segmenten Industrie, Handel, Utilities und öffentliche Hand zu vertrauen. Die interne Herangehensweise von arvato, mit der sich der Anbieter den künftigen Anforderungen der Kunden stellt, ist als besonders vorbildlich einzustufen. Auf Basis eines umfassenden Konzepts mittels verzahnter bereichs­übergreifender Einzelkonzepte ist die Zukunft durchaus als positiv zu bewerten. 

Mit dem „Social Business Vendor Benchmark 2015“ wird die Experton Group in diesem Jahr erneut CIOs und IT-Managern konkrete Unterstützung bei der Evaluierung und Auswahl der für ihr Unternehmen geeigneten Social-Vendoren bieten. ........................ [mehr]

Mobile Enterprise wird zukünftig deutlich geschäftsorientierter werden. Der neue Mobile Enterprise Vendor Benchmark 2015 nimmt sich diesen Entwicklungen an und wird Anwendern einen einheitlichen Marktüberblick und konkrete Entscheidungsunterstützung bei der Auswahl entsprechender Angebote und Hersteller in 2015 bieten........................ [mehr]