„Neulich in Tianjin“

Holm Landrock

Holm LandrockSie denken, China ist ein Markt für Ihre (Big-Data-) Produkte und Lösungen, weil das „alte Europa“ nicht mehr so viel hergibt und weil die deutschen Datenschutzbedingungen jedes Big-Data-Projekt im Keime ersticken? Dann fragen Sie Experton nach Ideen für Geschäftsmodellinnovationen, gleich hier um die Ecke. 

Vor wenigen Jahren hatte ich die Aufgabe, eine Konferenz von Nvidia in Beijing zu besuchen....

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Bankenindustrie – Cyberrisiken und Security Awareness

Arnold Wagner

Arnold WagnerBanken definieren „IT-Security“ als den Zustand, in dem Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Authentizität von Daten und Informationstechnologie durch angemessene Maßnahmen und Sicherheitsprozesse geschützt sind. IT-Security Lösungen (Software und Services) sind immer Teil eines IT-Security Management-Systems. Mit geeigneten IT-Security-Lösungen werden Bedrohungen und Gefahren erkannt und abgewendet,...

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Ersparnis von Zeit und Geld - handfeste Gründe für Web-Konferenzen. Wie stellen sich die Anbieter in Deutschland auf?

Frank Heuer

Frank HeuerVerteilte Teams, sowohl unternehmensintern als auch unternehmensübergreifend, nehmen immer mehr an Bedeutung zu. Gleichzeitig wachsen Zeit- und Kostendruck. Dienstreisen kosten Zeit und Geld, das immer seltener vorhanden ist. Um unter diesen Bedingungen schnell und effizient interagieren und kommunizieren zu können, kommt immer häufiger Web Conferencing zum Einsatz.

Web Conferencing bezeichnet Lösungen, die es...

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Betrachtung der technischen Infrastruktur in Datacentern

Wolfgang Heinhaus

Wolfgang HeinhausDie IT-Infrastruktur ist in den Unternehmen auf eine Hochverfügbarkeit ausgerichtet, virtuelle Server und Speichersysteme sind redundant ausgelegt und in vielen Unternehmen heute Standard. Jedoch entspricht die technische Infrastruktur in den Datacentern oft nicht den heutigen Anforderungen um die Ausfallsicherheit der IT Systeme auch zu erreichen. Energie, USV, Netzersatz, Löschsysteme und...

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WAN Services und SDN Vendor Benchmark 2016: Beginn der Research-Phase in Deutschland

Wolfgang Schwab

Wolfgang SchwabNach den Virtualisierungswellen im Server- und Storage-Umfeld rollt nun die Virtualisierung des Netzwerks auf die Anwender zu. Herkömmliche Netzwerk Infrastrukturen können die Anforderungen an Flexibilität und Sicherheit nicht mehr erfüllen. Da in jedem einzelnen Switch die Software (Firmware) und Hardware ist, müssen bei Änderungen oder Neuinstallationen umständliche Konfigurationen an jeder einzelnen...

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Was steckt hinter Alphabet?

Heiko Henkes

Heiko HenkesBereits die Webadresse abc.xyz gibt schon Aufschluss über die Intention der neu gegründeten Holding, die sich aus dem inzwischen zerklüfteten Konzern Google unter der Führung von Larry Page entwickelt hat. Alphabet steht langfristig für einen Konzern, der die komplette Bandbreite von Produkten und Services anbieten kann und zum Teil auch schon tut. Die ursprüngliche...

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Experton Internet of Things Market Overview: Market News & Links in a Nutshell

Luis Praxmarer

Luis Praxmarer

Das Thema Internet of Things ist ein wesentlicher Baustein der Digitalen Ökonomie, der sich rasant weiterentwickelt. Experton Group stellt Ihnen daher eine Zusammenstellung interessanter aktueller Kurznachrichten und Links zum Thema Internet of Things vor.

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Cloud Computing – die Philosophie und nicht die Technik dahinter verändert unsere Welt - Teil 2: Der Wandel der Rolle der IT-Administratoren

21.08.2015

Heiko Henkes

Heiko Henkes Während IT-Administratoren früher meist noch Server, Storage und Netzwerk getrennt behandelt haben und somit das wirkliche „Bottleneck“ im Fall der Fälle identifizieren konnten, sind sie heutzutage gezwungen, alle Komponenten unter strengen und service-getriebenen Gesichtspunkten zu steuern und zu kontrollieren. Im IT-as-a-Service (ITaaS) Zeitalter zählen Service-Level Agreement (SLA)-Konformität, Quality of Service (QoS), Rollen- und Rechtemanagement im Rahmen digitaler Identitäten und Beziehungen bzw. die Interoperabilität von (Wertschöpfungs-) Netzwerken.

 

IT-Administration

Abbildung: IT-Administration wird zur Service-Administration. Quelle: Experton Group

Verständnis für das Software Defined Datacenter

IT-Administratoren entwickeln sich nicht nur zunehmend zu Prozess- und Information-Management-Spezialisten, sondern müssen zudem auch immer häufiger zum Script-Künstler werden, um sich mit dem Provisionieren und Steuern von entfernten Infrastrukturen via PowerShell anstelle schöner aber zeitraubender Frontends zu bedienen. Zudem sind auch Kenntnisse eines Softwareentwicklers von Nöten und weniger die Kenntnisse über die zugrundliegende Hardware.

Es kommt prinzipiell darauf an. Service-Manager-Anforderungen aus den Fachabteilungen auf den Cloud-Dienst und somit die Plattform inkl. der SLAs „mappen“ bzw. übersetzen zu können. IT-Administratoren sind fortan die Manger der verlängerten bzw. ausgelagerten Werkbank, die letztlich einer der wesentlichen Produktionsfaktoren des Unternehmens ist. Je enger Administratoren mit Projektmanagern und SW-Entwicklern kooperieren, desto eher leben sie den DevOps-Gedanken. Neben den Cloud Management und Orchestration Tools sind es bspw. auch Configuration Management Lösungen wie Chef oder Puppet bzw. auch Packer die IT-Administratoren das Leben über Automatismen erleichtern und zugleich verkomplizieren.

Private Cloud Readiness in Deutschland

Die Experton Group schätzt, dass die Private Cloud Readiness in Deutschland gerade einmal bei 15% liegt, jedoch in den kommenden Jahren weiter ansteigen wird. Selbst die Systemhäuser bzw. Hosting-Dienstleister sind mit 25% noch nicht dort, wo sie im internationalen Wettbewerb ankommen müssen. Steigt in den On-Premise- und professionell oder in Eigenregie verwalteten Rechenzentren langsam aber sicher der Reifegrad, setzen allerdings schon heute über 50% der Anwenderunternehmen auf Public und zunehmend auch Hybrid Cloud Services. Im Größenklassenvergleich sind die großen Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern mit ungefähr 70% Cloud-Einsatzgrad den kleinen bzw. mittelständisch geprägten Unternehmen unterhalb dieser Grenze um ungefähr 30% voraus.

Die zunehmende Private bzw. Self-Managed On-Premise Private Cloud Readiness führt dazu, klassische bzw. traditionelle IT-Services auf lange Sicht gestehen abzulösen. Das traditionelle IT-Hosting kann eventuell schon von 2018 auf 2019 durch das Managed Cloud Hosting überholt werden.

Managed Hosted Private Cloud

Abbildung: Managed Hosted Private Cloud vs. traditionelles IT Hosting. Quelle: Experton Group

Über alle Unternehmensgrößen hinweg differenziert sich der Markt daher stetig weiter aus und beraubt angestammte Märkte immer häufiger ihres Volumens. Mit derzeit knapp 10% Anteil an den gesamten IT-Ausgaben ist bereits ein großer Schritt in Richtung der Wolke vollzogen. Bis 2020 könnte der Cloud-Markt bereits ein Drittel bzw. 30% Anteil erreicht haben und ein durchschnittliches Jahreswachstum von 25% verzeichnen. Spätestens dann wäre es an der Zeit, den Blickwinkel zu ändern und zu schauen, welche Services bzw. Produkte noch nicht cloud-ready sind bzw. keinerlei Aspekte moderner digitaler und vor allem modularer bzw. elastischer Elemente aufweisen.

Gewinner und Verlierer

Folgende Märkte sind am stärksten von der zunehmenden Erosion durch die Cloud-Inspiration im Hinblick auf

  • agile Entwicklung
  • flexible Bezahlung
  • hybride Vernetzung
  • gekapselte bzw. modulare Prozesse
  • autonome Container

betroffen und sind demnach unter Zugzwang, um den Anschluss an den Markt nicht zu verlieren, indem Wettbewerber und immer häufiger auch Newcomer mit neuen Angeboten an ihnen vorbeiziehen:

  1. Softwareanbieter/ISVs

    Kunden fragen immer häufiger nach On-Demand Apps, die geräteübergreifend bereitgestellt und auf Basis standardisierter APIs erweitert und verknüpft werden können. Native Cloud-Applikationen – born in the cloud – bringen zudem eine integrierte Intelligenz hinsichtlich der Adressierung der zugrundeliegenden Infrastruktur mit, so dass weniger Managed Services zur Dienstbereitstellung erforderlich sind, die Integration sichergestellt ist und vor allem Energie und letztlich Kosten eingespart werden können.
  2. Systemhäuser und (klassische Shared Domain) Hoster

    Systemhauskunden suchen immer häufiger nach dem „Alles-aus-einer-Hand-Prinzip“, so dass neben der reinen HW- und SW-Lieferung, die immer häufiger durch XaaS abgelöst wird und eine geringere Marge abwirft, auch Beratungs-, Integrations- sowie Provider-Kompetenzen gefragt sein werden. Darüber hinaus ist IT heutzutage in Bezug auf Trends wie Big Data, Social Business, Security und Mobile Enterprise eng mit dem Business verzahnt. Ein holistischer Blick über eigene Kompetenzen oder enge Partnerschaften hinaus ist daher unerlässlich gegenüber reifen Kunden. Diese notwendige Weiterentwicklung des Geschäftsmodells wird zu einer weiteren Konsolidierung und zum Ausscheiden vieler unbeweglicher Marktteil­nehmer führen.
  3. Outsourcing-Anbieter

    Mit steigendem Grad der System-Autonomie auf Basis der zunehmenden IT-Durchdringung in wertschöpfenden Prozessen steigt die Abhängigkeit von der IT, die inzwischen Produktionsfaktor geworden ist. Gleichzeitig steigen auch das Verständnis und die Transparenz von IT, so dass alte Verträge mit Pauschalbeträgen und Flat-Tarifen für generische Leistungen keinen Kunden von morgen adressieren können. Verträge werden daher immer häufiger auf Basis von definierten und konkretisierten Paketen bzw. Kontingenten aufgesetzt, so dass die Marge nur noch in wenigen, aber dafür geschäftsrelevanten Prozessen hoch bleiben kann.
  4. Retailer

    Die Handelsbranche ist mehr denn je dazu gezwungen, neue Absatz- und Kundenbindungskanäle zu evaluieren. Der Hype auf moderne E-Commerce-Plattformen ist ungebrochen, so dass der Markt förmlich von kleinen, flexiblen und kostengünstigen Web-Frontends überflutet wurde. Hierzu zählen beispielsweise Magento, Oxid und viele weitere wie bspw. das neue Spryker. Gleichzeitig sind einige dieser jungen Lösungen zu standardisiert bzw. nicht unbedingt in der Lage, über eine Modularität bereits vorhandene Teilsysteme in Enterprise-Umgebungen zu integrieren. Nicht selten sind diese Lösungen open-source-basiert und glänzen mit Kompaktheit sowie Corporate-Design-Anpassungsfähigkeit via Templates. Retailer müssen heutzutage die Spielregeln des Netzes kennen und Kunden Plattformen bieten, die nicht nur zentrale Produkt­verwaltung, Multi-Channel-Anbindung, zentrale Preis- und Rabattgestaltung und kollektive Massen­änderungen unterstützen. Es gilt, über Mobile und Big Data Analytics Kundenwünsche spätestens im Augenblick des Entstehens und bestenfalls vor dem Entstehen aufzugreifen bzw. zu „erahnen“.
    Als vertiefendes lohnt sich der Blick in die erneut wachsende eCommerce-Welt, in dem es keine Seltenheit ist stark angepasste Systeme über Re-Standardisierung aus verteilten Lokationen in die Neuzeit zu überführen und den Warenbestand und Faktura über das große Hybris im Backend laufen zu lassen. Damit Kunden nun unterwegs oder von zuhause mittels schicken Frontends ihre Kauflust befrieden können, müssen vor allem synchrone Prozesse performant sein – ansonsten verliert man den Kunden „on the fly“.

Wer hat den Vorteil auf seiner Seite?

  • Unternehmen aller Art, die es trotz des täglichen Geschäfts geschafft haben, ein „special attack team“ in Form einer neuen Digital Business Unit zu initiieren, mit dem Ziel, sich von meist veralteten und verkrusteten Unternehmensstrukturen zu befreien, um Agilität zu gewinnen.
  • So genannte „Digitalagenturen“, die oftmals klein und wendig sind und vor allem IT- und Social-Business- bzw. Social-Media-durchdrungene Geschäftsbereiche wie beispielsweise HR und Marketing sowie E-Commerce adressieren und klassischen Dienstleistungsunternehmen als strategischer und technisch versierter „Wingman“ in Großprojekten der Cloud Transformation zur Seite stehen. Ein weiteres Segment mit Zukunftspotenzial sind Intranet Agenturen mit Fokus aus Sharepoint wie bspw. die IPI oder auch Kommunikationsspezialisten wie Evernine.
  • Generell sind Händler mit voll synchronisierten und digital verzahnten Prozessen im Vorteil. Der Wettbewerb im digitalen Handel hat in den letzten 2 Jahren erheblich zugenommen und spielt den gut aufgestellten Anbietern die Kassen voll. Zögernde Anbieter mit alten Systemen und vielen nicht synchronisieren Abteilungen bzw. Prozessen und in der Konsequenz auch Inkassoabteilungen, verlieren jeden Tag mehr an Boden und sind vom Marktaustritt bedroht. 

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