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Digital Transformation

Die v1.0 der digitalen Crème de la Crème der Anbieterlandschaft steht fest!

Der konsolidierte Benchmark zum Thema Digital Transformation für Deutschland zeigt die alteingesessenen und neuen IT-Anbieter in einem völlig neuen – aber hoch aktuellen - Blickwinkel: Die hochaggregierten Market Insight Quadranten zeigen die aktuelle Wettbewerbsfähigkeit sowie Portfolioattraktivität der hierzulande führenden IT-Anbieter. [weitere Informationen]

Experton Explorer

Der Experton Explorer hilft Unternehmen bei der eigenen Reifegradbestimmung bezogen auf aktuelle Trendthemen und in Relation zu Best in Class Ansätzen. Er ermöglicht die Stärken und Schwächen einer Organisation objektiv zu analysieren und ggfs. daraus Verbesserungsmaßnahmen und eine individuelle Roadmap abzuleiten .... [mehr]

Bankenbranche: Digitale Disruption und neue Banking Ecosystems

Arnold Wagner

Arnold WagnerDie Transformation der Geschäftsprozesse hin zu einem wettbewerbsfähigen digitalen Geschäftsmodell ist eine der größten Herausforderungen für die gesamte Finanzindustrie und eine kräftige Wachstumschance für die ICT-Industrie. ICT-Provider können in diesem Transformationsprozess mit einem auf Wachstumsfelder fokussierten Businessplan (Analyse – Action – Results) erhebliches Umsatzwachstum generieren. Es verändern sich nicht nur Märkte, Produkte und Vertriebswege, sondern komplette Geschäftsmodelle und IT-Prozesse. In Zukunft werden Banken nur dann relevant bleiben, wenn sie als zentrale Gestalter im digitalen Ökosystem agieren. Es geht hierbei um ganzheitliche Lösungen über klassische Bankservices hinaus und einen Kundennutzen, der gemeinsam mit einem industrieübergreifenden Netzwerk und neuen Kooperationspartnern geschaffen wird. Beispiel Industrie 4.0: Die Vernetzung von bisher getrennten Produktionsvorgängen führt zu neuen Transaktionen und Volumina im Zahlungsverkehr. Banken werden damit über vernetzte Systeme zum Zulieferer des Cash- und Liquiditätsmanagements (Treasurer). Banken sollten ihre Stärken innerhalb der neu entstehenden Netzwerke (Platform-based Business Models und Ecosystems) herausarbeiten und ihre Wertschöpfungsketten neu ausrichten.

Die zentralen Aufgaben auf der Agenda

Auf der Business-Agenda stehen vier zentrale Aufgaben: Filialnetze optimieren, Customer Journey verbessern, Prozesse verschlanken sowie Kosten straffen und Leistungen optimieren, d.h. ein Redesign von Bankprodukten und Services. Die Banking-CIO-Prioritäten lauten: Transform the Technology Core, Architect the Digital Platform, Plan for the Digital Future und Drive Business Performance. Die IT-Investitionen betreffen alle Geschäftsfelder, insbesondere die kundenorientierten Prozesse im Corporate- und Retail Banking. Auch die M&A-Projekte wie beispielsweise DZ Bank & WGZ Bank, Fiducia & GAD (inkl. Roll-out bis 2019) sowie Deutsche Börse und London Stock Exchange (DB/LSE, geplant) können neues Wachstum generieren. Ein Beispiel: Auf der DB/LSE-Post-Merger Agenda stehen die Integration und Konsolidierung einer Vielzahl verschiedener Technologieplattformen (inkl. Post-Trade-Provider Clearstream). Angekündigt wurde die Integration nach dem Prinzip „ein Prozess, ein System‘‘. Einige Beispiele: Integration der internen (captive) LSE-Provider MillenniumIT, GATElab und Exactpro sowie des Bereichs „IT-Operations, Market Data + Services“ und 360T der Deutschen Börse inklusive des Drittmarktgeschäfts (Co-Location Services). Synergien von etwa 450 Mio. Euro pro Jahr sollen sich zu 50 Prozent aus technologiebasierten Effizienzsteigerungen ergeben.

Fokustechnologien und Potenziale

Die Blockchain- und die Distributed Ledger Technology (DLT) stehen als Basistechnologie für P2P Financial Systems mit hoher Priorität auf dem Innovationsradar der Finanzindustrie, der globalen Technologieprovider (IBM, Microsoft etc.) und der Venture-Capital-Investoren. Derzeit befindet sich die Technologie noch in der frühen Phasen des Innovationsprozesses (Evaluierungskriterien sind: Security, Skalierbarkeit, Governance, Performance sowie Finanzmarktaufsicht). Potenziale (Use Cases) werden vor allem im Börsengeschäft, also Handelsplattformen, Clearing, Settlement und Verwahrung gesehen. Banken und Provider haben in den letzten Monaten eine Reihe von Initiativen (Pilotprojekte) angekündigt (Citicoin, SETLcoin, Setl etc. – analog alternative Handelsplattformen vs. Börsenprovider). Insbesondere im Clearing and Settlement (Beispiele hierfür sind Clearstream Banking AG und Euroclear SA) sollen erhebliche Kostensynergien gehoben werden. Erwartet wird, dass Banken Blockchain-Technologien schrittweise in interne IT-Infrastrukturen integrieren (Interoperabilität), ggf. auch ohne den Peer-to-Peer-Aspekt. Die Bankenindustrie könnte auch im Verbund (Community Blockchain) neue digitale Buchungs- und Clearingsysteme entwickeln und implementieren (Private Ledger- vs. Public Ledger Technology). Digital-Banking-Plattformen (Ökosysteme und API-Banking) verändern zukünftig die Finanzindustrie. Treiber hierfür sind Wettbewerbsvorteile, Kostensynergien und Margendruck.

Die Bedeutung des Innovation-Sourcings

In der Bankenindustrie ist „Innovation Sourcing“ ein wesentlicher Treiber der Digitalisierungsprojekte. Der Trend hierbei geht zum Spektrum vom Design Thinking (Innovationsmethode) bis zum Design Doing (Innovationperformance). Die Strategie besteht dabei in der Integration von FinTechs / InsurTechs in die Banking / Insurance IT Supply Chain. Ein Beispiel hierfür ist die von der Deutschen Bank angekündigte Kooperation mit der Axel Springer Plug and Play Accelerator GmbH, Berlin. Die Strategie dahinter besteht in der Entwicklung von Business-Innovationen und deren Integration in die Wertschöpfungsketten der Bank- und Versicherungsprozesse („Target Operating Model“). FinTechs und Technologie-Provider (Deutsche Bank Technology Conference) erhalten Zugang zu den Innovation Labs und der Digitalfabrik (API- / Open Banking im Payment). Die Deutsche Bank beteiligt sich am Startup-Auswahlprozess und bietet Beratung, Workshops (Know-how-Transfer) und Venture-Capital-Finanzierung. Auch bei der Commerzbank (CommerzVentures, Main Incubator, „Startup-Garage“ der Commerzbank-Tochter Comdirect), DZ-Bank, KfW und Allianz X haben vergleichbare Initiativen CIO-Priorität. Die Finanz Informatik GmbH und die Fiducia & GAD IT AG treiben die Digitalisierungsprojekte bei Sparkassen bzw. Volks- und Raiffeisenbanken.

Markt- und Regulierungseinflüsse

FinTechs verändern mit ihren digitalen Geschäftsmodellen und komplementären Services das Wettbewerbsumfeld. InsurTechs haben den überfälligen Strukturwandel in der Versicherungsbranche losgetreten. Ein Beispiel für die Öffnung der Bankeninfrastruktur durch Regulierung ist die EU Payment Services Directive 2 (PSD2) und XS2A (Access to Account). PSD2 sieht vor, dass Banken als kontoführende Payment Service Provider auch Drittparteien (TTPs = Third Party Provider) Zugang zu Kundenkonten (Access to Account) gewähren müssen. Konkret erhalten TTPs auf Kundenwunsch über Schnittstellen zur Anwendungsprogrammierung (API-Economy) "diskriminierungsfreien Zugang" zu Kundenkonten. Dies betrifft die Grundfunktionen "Initiierung von Zahlungen" sowie die "Abfrage von Konteninformationen". Die Wettbewerbsaufsicht in Großbritannien (Competition and Markets Authority – CMA) will den technologischen Wandel im Retail Banking beschleunigt vorantreiben. Bis Anfang 2018 müssen die britischen Banken einen offenen Standard für Programmierschnittstellen (API-Banking) einführen, der den Kunden u.a. ermöglichen soll, ihre Konten bei verschiedenen Banken mit einer einzigen App auf ihrem Smartphone zu verwalten. Zudem soll die neue Technologie Preisvergleiche vereinfachen.

Ausblick

Die Deutsche Bank will in ihrer seit Juni 2016 verfügbaren Banking-App von Herbst an die Möglichkeit schaffen, alle Konten und Depots verschiedener Banken einzubinden (Enterprise Mobile Messaging). Für die Deutsche Bank ist die Zusammenführung mehrerer Konten und Depots ein strategisches Thema („Hausbank in digitaler Form“). Die Messenger-Plattformen haben sich geöffnet und erlauben eine Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. Bots sind Anwendungen, die eine Kommunikation mit dem Kunden führen. Sie versuchen, die Absicht einer Anfrage zu erkennen und diese, basierend auf vorhandenen Daten und einer Regel-Logik, automatisiert zu beantworten. In den vergangenen Jahren wurden die Voraussetzungen für ein solches neues „Frontend“ geschaffen. Banken haben API-Schnittstellen für ihre Banking-Apps entwickelt, Finanzplanungs-Tools und Konto-Aggregation aktiviert, erste Robo-Advisor in Betrieb genommen, Beratungs-Center aufgebaut sowie Big-/Smart-Data-Infrastrukturen geschaffen, auf denen sie aufsetzen können. Messenger-Dienste und Chatbots haben das Potenzial für eine neue Generation von Mobile-Banking-Lösungen (Chatbot Banking). Neue Technologien bieten für das operative Bankgeschäft vielfältige Möglichkeiten, die Bankkunden mit neuen Services zu bedienen.

Information Services Group übernimmt Experton Group AG

Das Experton Group Angebot an subskriptionsbasierten Beratungs- und Marktforschungs-Dienstleistungen ergänzt und erweitert das ISG Offering um neue Beratungskompetenzen

Die Information Services Group, Inc. (ISG) (NASDAQ: III), eines der führenden Marktforschungs- und Beratungshäuser im Informationstechnologie-Bereich, hat heute die Übernahme der Experton Group AG bekanntgegeben.

Die Experton Group mit ihren unabhängigen Beratern bietet kontinuierliche Marktforschungs- und Beratungs-Services. Der Fokus liegt auf dem Gebiet der digitalen Transformation; das Angebot umfasst hochwertige Inhalte zu den Themen Mobility und Cloud Computing, Security, Big Data Analytics, Social Business, Sourcing, Industrie 4.0, SaaS-Plattformen und Infrastruktur [weitere Infos hier].